Er spielte 2006 im Kinofilm „Zyzzyx Rd“ neben Katherine Heigl und Tom Sizemore die Hauptrolle. Danach verschwand Leo Grillo in Hollywood von der Bildfläche – um jetzt ein filmreifes Comeback als Bösewicht im wahren Leben zu geben. Der Schauspieler wurde festgenommen, weil er versucht haben soll, eine Ex-Angestellte nach Mexiko zu verschleppen.
Grillo hatte neben seiner Schauspielkarriere seit 1979 die Tierschutzorganisation „Dedication and Everlasting Love to Animals Rescue” (DELTA) betrieben, das größte „No Kill“-Tierasyl Amerikas. Für diese arbeitete auch Adriana Valentines, eine gebürtige Mexikanerin mit US-Pass.
6,7 Millionen Schadensersatz
Bis sie 2020 gefeuert wurde, als sie nach der Geburt ihres Kindes auf Elternzeit bestand und nicht sofort zu ihrem Job zurückkehrte. Sie verklagte DELTA wegen Diskriminierung und bekam 2024 von der Jury eine Schadensersatzsumme von 6,7 Millionen Dollar zugesprochen. Worauf Grillos Organisation Konkurs anmelden musste.
Laut der Klageschrift soll Grillo deshalb einen Bekannten für 100.000 Dollar engagiert haben, Valentines nach Mexiko zu entführen: „Dort sollte sie gefangengehalten und gezwungen werden, hinsichtlich der Klage mit Grillo zu kooperieren.“
FBI stellte Grillo eine Falle
Der Bekannte ging zum FBI, das Grillo eine Falle stellte. Die Bundespolizeibeamten schickten dem 77-Jährigen ein gestelltes Foto, das die gefesselte und geknebelte Entführte und deren Ehemann zeigt.
Laut der Staatsanwaltschaft habe Grillo daraufhin einen Scheck mit der versprochenen Belohnung geschickt und Anordnungen, Valentines und deren Mann so schnell wie möglich aus dem Land zu schaffen, „ehe die erwachsenen Söhne das Verschwinden der Eltern bemerken und die Polizei alarmieren konnten“.
Laut der Behörden droht Grillo bei einer Verurteilung eine Haftstrafe von bis zu 20 Jahren.
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