Im Gastpatienten-Streit zwischen Wien und Niederösterreich ist weiterhin keine einvernehmliche Lösung in Sicht. Jetzt lässt Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) mit einer Aussage aus dem Rathaus aufhorchen
Aus Wien gegen Niederösterreich in der Causa Gastpatienten wurde ein Wien gegen die Niederösterreich-Burgenland-Allianz. In einem Doppelinterview im Kurier wetterten die Landeshauptleute Johanna Mikl-Leitner (ÖVP/Niederösterreich) und Hans Peter Doskozil (immer noch SPÖ/Burgenland) gegen die rote Bundeshauptstadt. Fazit: „Das wird für Wien nicht lustig werden.“ Das Abweisen von Patienten aus anderen Bundesländern müsse sofort ein Ende haben.
Nach der Klage eines Patienten gegen ein Wiener Spital mit der tatkräftigen Unterstützung des Landes Niederösterreichs ist das der nächste Fehdehandschuh, den unsere Nachbarn Wiens Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) vor die Füße geworfen haben – einer von vielen, es reicht mittlerweile für ein kleines Secondhand-Geschäft.
Zu dieser Klage sagt Ludwig: „Seit Wochen gibt es sie angeblich, aber mir ist diese Klage noch nicht bekannt. Wir kennen sie nicht.“ Die Mikl-Leitner-Doskozil-Attacke nimmt er „zur Kenntnis“. Nach wie vor bevorzugt Ludwig das Modell der vier Gesundheitsregionen für Österreich.
Die „Krone“ fragt den Bürgermeister: Welchen Appell richten Sie an Niederösterreich und das Burgenland? Die Antwort des Stadt-Chefs: „Wenn es notwendig ist, müssen das Gerichte entscheiden. Sinnvoller ist es natürlich, dass es vorher politische Entscheidungen gibt. Aber es müssen gemeinsame Lösungen sein. Und nicht, dass Wien einen Großteil der Aufgaben übernimmt und das finanziell nicht abgegolten bekommt.“
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