„Krone“-Kommentar

Kickls Kalkül

Kolumnen
03.03.2026 11:00

Ein Jahr, nachdem FPÖ-Chef Herbert Kickl den Auftrag zur Bildung einer Bundesregierung zurückgelegt hat, und ein Jahr nach der Bildung der Drei-Parteien-Koalition war das naturgemäß Anlass, Bilanz zu ziehen. Und der sonst eher medienscheue Kickl tat dies in einem großen „Krone“-Interview. Wobei er seinen Plan skizzierte, wie er doch noch „Volkskanzler“ werden könnte.

EINERSEITS ist das nicht von der Hand zu weisen, was politische Beobachter und die Gegner des FPÖ-Chefs in dieser Hinsicht anzumerken pflegen, dass er nämlich trotz des Umfragehochs sicher auch bei den nächsten Wahlen keine absolute Mehrheit haben und deshalb einen politischen Partner brauchen werde.

ANDERERSEITS deutete der blaue Frontmann im „Krone“-Interview sein eigentliches Kalkül an: dass sich nämlich die Kräfteverhältnisse innerhalb der einstigen Großparteien SPÖ und ÖVP ändern könnten. Er pflege Kontakte zur „Schatten-ÖVP“ um Ex-Kanzler Sebastian Kurz und habe auch eine Gesprächsebene mit Kräften innerhalb der Sozialdemokratie. Und in einem Vieraugengespräch mit dem Kolumnisten meinte Kickl bereits vor einiger Zeit kryptisch: Warum sollen sich immer nur die Freiheitlichen spalten?

Und tatsächlich wären grundlegende Veränderungen der heimischen Parteienlandschaft ja wirklich möglich, allzumal wenn die Landtagswahlen 2028 gravierende Verluste für ÖVP und SPÖ brächten. Ob sich allerdings Schrumpf-Parteien noch spalten ließen, ist fraglich.

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