„Krone“-Kommentar

Bablers Bringschuld

Kolumnen
05.03.2026 11:00

Nun steht Andreas Babler am SPÖ-Parteitag also vor der Wiederwahl. Und wie es aussieht, hat er, der vor Jahr und Tag schon gegen den aussichtsreichsten Kandidaten, den burgenländischen Landeshauptmann, obsiegte, auch diesmal trotz der vorhergehenden langen Obmann-Debatte keinerlei wirkliche Konkurrenz zu befürchten.

EINERSEITS muss man dem SPÖ-Chef also durchaus ein gewisses Maß an Machiavellismus zugestehen. Es vom – was Ausbildung und Berufsweg betrifft – einigermaßen desorientierten jungen Mann über den Kleinstadt-Bürgermeister zum Vorsitzenden einer Traditionspartei und gleich darauf auch noch zum stellvertretenden Regierungschef des Landes zu bringen, ist schon beachtlich. Und es dabei auch noch zu schaffen, die eigene Position durch ausgeklügelte Statuten-Änderungen entsprechend einzuzementieren.

ANDERERSEITS dürfte die politische Stunde der Wahrheit für den mit Gewissheit nun wiedergewählten SPÖ-Vorsitzenden noch schlagen: In den Meinungsumfragen kommt seine Partei nämlich nicht vom Fleck. Und sein Image als politische Fehlbesetzung scheint nicht nur bei der Mehrheit der Bürger, sondern auch in breiten Kreisen der eigenen Partei einigermaßen gefestigt zu sein.

Und eine politische Bringschuld, auf die er sich geradezu obsessiv festgelegt hat, nämlich eine Reichen- und Erbschaftssteuer, dürfte wohl auf den Sankt-Nimmerleins-Tag verschoben sein. Und so wird Andreas Babler wohl kein zweiter Bruno Kreisky oder Franz Vranitzky werden.

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