„Krone“-Gemeindeserie

Hier wird die Salzach bald gebändigt

Salzburg
04.03.2026 07:00

Ein riesengroßes Schutzprojekt soll das Abrutschen einer ganzen Flanke im Walder Ortsteil Hinterwaldberg verhindern. Dafür werden die ersten Kilometer von Salzburgs größtem Fluss reguliert.

Wald im Pinzgau ist der Ursprungsort von Salzburgs längstem und größtem Fluss. Die Salzach ist auch der Auslöser eines der größten Projekte in der Oberpinzgauer Gemeinde. Die ersten sechs Kilometer des Flusses werden von der Wildbach- und Lawinenverbauung reguliert.

18 Millionen Euro sollen dafür in den kommenden Jahren investiert werden. Drei Viertel zahlen Bund und Land, ein Viertel wird vor Ort finanziert. Neben großen Unternehmen wie dem Verbund oder der Austrian Power Grid zahlt auch die lokale Wassergenossenschaft Oberste Salzach und Nadernach mit. „Da geht es für einen Privathaushalt um rund 1000 Euro pro Jahr“, klärt Bürgermeister Michael Obermoser (ÖVP) auf.

Die ersten Kilometer der Salzach sollen reguliert werden.
Die ersten Kilometer der Salzach sollen reguliert werden.(Bild: Kerstin Jönsson)

„Zukunftsschmiede Wald“ liefert leistbare Ideen
Für seinen Ort handelt es sich um eine existenzielle Frage. Im Bereich Hinterwaldberg ist eine riesige Rutschung im Gange. „Es geht um den Schutz des Siedlungskörpers im Tal. Mit dieser Maßnahme konsolidiert man die Flanke“, sagt Obermoser. „Wenn wir nichts tun, rieselt das alles wie bei einem Sandhaufen herunter“, zieht er einen drastischen Vergleich.

Entlang der betroffenen Flanke zieht sich die einzige Verbindung ins Feriendorf Königsleiten mit 5040 Betten. Das bekommt heuer eine neue Trinkwasserleitung um 300.000 Euro. Trotz dieser Investitionen steht die Gemeinde finanziell gut da, berichtet der Ortschef und verteilt „ein großes Lob“ an seine Gemeindebürger. „Es besteht bei uns ein Realismus. Wir leisten uns nur das, was geht“, sagt Obermoser.

Dabei müssen Verbesserungen nicht immer viel Geld kosten. Bis Sommer läuft noch der Bürgerbeteiligungsprozess „Zukunftsschmiede Wald“, bei der sich ein Bürgerrat einbringt. „Da kommen auch gute Ideen, die leicht umsetzbar sind“, freut sich der Bürgermeister.

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