Es war ein Rekord-Winter! Ausländische Gäste stürmten Österreich, Urlauber von nah und fern sorgten für volle Betten. 36,11 Millionen Nächtigungen wurden von November bis Jänner gezählt, doch nicht überall klingeln die Kassen ...
Österreichs Tourismus legte einen Traumstart hin: Die heurige Wintersaison hat mit voller Wucht eingeschlagen.
Das Zahlenspiel der Superlative: Von November bis Jänner wurden 36,11 Millionen Nächtigungen gezählt – ein Plus von 5,6 Prozent gegenüber der ersten Hälfte der Wintersaison des Vorjahres. Noch beeindruckender: Allein im Jänner waren es 16,43 Millionen Nächtigungen.
Der beste Jänner aller Zeiten
„Das ist der höchste Wert seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1974“, analysiert Manuela Lenk, Direktorin der Statistik Austria. Bereits der Advent brachte ein Plus an Übernachtungen von 9,9 Prozent – perfekte Pisten und Prachtwetter inklusive. Ein Gewinn?
Rekord mit Licht und Schatten
Die zuständige Staatssekretärin Elisabeth Zehetner (ÖVP) spricht von einem klaren Signal für die internationale Attraktivität des Standorts. Besonders der Februar gilt als Schlüsselmonat – in Tirol entfällt immerhin rund ein Drittel der Winterbuchungen auf diese Zeit. Doch bei aller Euphorie gibt es Schattenseiten: Denn nicht überall klingeln die Kassen!
Die Zahlen bedeuten nicht automatisch Rekordgewinne. Viele Hotelbetriebe kämpfen trotz voller Betten mit steigenden Kosten und sinkenden Erträgen. Die Tourismusstrategie soll hier gegensteuern.
Saison-Kontingente wurden aufgestockt
Um die Branche zu stärken, wurden Saisonkontingente für Arbeitskräfte deutlich erhöht – von rund 5000 auf 8000 Plätze, in Spitzenzeiten sogar bis zu 10.750. Zudem bringt die neue Trinkgeldregelung mehr Rechtssicherheit, und ein eigener Fonds unterstützt Beschäftigte bei Weiterbildung oder in schwierigen Lebenslagen. Österreichs Winter läuft heiß – jetzt geht es darum, dass der Erfolg nicht nur auf der Piste, sondern auch in den Bilanzen ankommt.
Tarife für Einheimische
Indes begrüßt der Zillertaler Franz Hörl, Obmann des Fachverbandes der österreichischen Seilbahnen, den EU-Vorstoß zu Einheimischentarifen, damit Skifahren für Bewohner der Wintersportregionen leistbar bleibt bzw. wieder wird.
Neben Touristen aus dem Inland, aus Deutschland, den Niederlanden oder Großbritannien und den USA sorgten auch Gäste aus Mittel- und Osteuropa für Hochbetrieb. Die „Krone“ hat sich auf den heimischen Pisten umgehört, was sie am Skiurlaub in Österreichs Alpen ganz besonders schätzen
Gabor, ein 24-jähriger Ungar, druckt sich gerade bei der Talstation sein vorbestelltes Ticket aus. Er schätzt die Nähe zu Österreich, den guten Service und lobt die Sprachkenntnisse der Österreicher. „Jeder spricht Englisch. Man kann sich super verständigen“, meint er.
Ein Landsmann stimmt ihm sofort zu: „Vergangenes Jahr hatte ich einen Skiunfall in der Slowakei. Es war ein Wahnsinn, ich konnte mich kaum verständigen“, berichtet der Gast.
Der Service ist ausgezeichnet, die Menschen in unserem Nachbarland sind ausgesprochen nett. Man kann sich überall auf Englisch verständigen.

Gabor (24), Gast aus Ungarn
Bild: M.Münzer
Wir kommen regelmäßig. Die Pisten sind ausgezeichnet präpariert. Alles ist so sauber. Ich glaube, das ist auch Teil der Kultur hier.

Mirjana (46), Touristin aus Nordmazedonien
Bild: M.Münzer
Wir machen auf Empfehlung das erste Mal in Österreich Winterurlaub und sind angenehm überrascht. Die Leute sind unglaublich freundlich und zuvorkommend.

Sandra (37), Snowboarderin aus Polen
Bild: M.Münzer
Und Sandra (37) aus Polen kurvt das erste Mal bei uns. Sie bekam Österreich von einem Arbeitskollegen empfohlen und hat sich nach elf Jahren Pause wieder auf das Snowboard gewagt. Die zehnstündige Autofahrt nehmen die 37-Jährige und ihr Mann gerne in Kauf.
Mirjana (46) ist aus Nordmazedonien angereist, hat schon öfter mit ihrem Mann Winterurlaub bei uns gemacht und genießt gerade die Sonnenstrahlen auf der Hütte. Sie schwärmt von den freundlichen Menschen, der guten Küche und den vielen Freizeitmöglichkeiten abseits der Piste.
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