Kein Zutritt mehr

US-Botschafter sorgt jetzt für Eklat in Frankreich

Außenpolitik
24.02.2026 13:27
Porträt von krone.at
Von krone.at

Ein diplomatischer Zwischenfall sorgt für Verstimmung zwischen langjährigen Partnern: Der US-Botschafter in Frankreich ist trotz Einbestellung nicht im Pariser Außenministerium erschienen – nun reagiert die französische Regierung mit einer spürbaren Einschränkung.

Der US-Botschafter in Frankreich, Charles Kushner, soll keinen direkten Zugang mehr zu französischen Regierungsmitgliedern erhalten. Hintergrund ist, dass er einer Einbestellung ins Außenministerium in Paris am Montagabend nicht nachgekommen ist. „Er ist nicht erschienen“, hieß es dazu aus diplomatischen Kreisen.

Deutliches politisches Signal
Frankreichs Außenminister Jean-Noël Barrot habe die Maßnahme „angesichts dieses offensichtlichen Unverständnisses für die grundlegenden Erwartungen an einen Botschafter“ gefordert, so diplomatische Kreise weiter. Es handelt sich dabei um ein deutliches politisches Signal, jedoch nicht um eine formelle völkerrechtliche Sanktion. Kushner bleibt offiziell Botschafter der Vereinigten Staaten in Frankreich.

Der Botschafter war einbestellt worden, um Stellung zu Äußerungen der US-Regierung zu nehmen. Die US-Botschaft in Frankreich hatte zuvor eine Mitteilung des Anti-Terror-Büros des US-Außenministeriums auf X (vormals Twitter) verbreitet. Darin wurde ein Tötungsdelikt in Lyon als Beleg für eine „besorgniserregende Bedrohung durch linksextremistische Gewalt“ gewertet.

Tür aber nicht vollständig verschlossen
Mitte Februar war in Lyon am Rande einer rechten Kundgebung ein 23-jähriger Aktivist angegriffen und tödlich verletzt worden. Die französischen Behörden ermitteln derzeit, ob und inwieweit linksextreme Gruppen daran beteiligt waren. Außenminister Barrot wies die Äußerungen der US-Regierung zurück und erklärte, man brauche keine Belehrung.

Trotz der aktuellen Einschränkung kann Kushner weiterhin zu Gesprächen ins Außenministerium kommen, „um die Irritationen auszuräumen, die in einer 250 Jahre alten Freundschaft unvermeidlich auftreten können“, wie es aus diplomatischen Kreisen hieß.

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