„So bin ich nicht“

Weißes Haus postet KI-Video: Olympiasieger empört!

Eishockey
28.02.2026 07:35
Porträt von krone Sport
Von krone Sport

Olympiagold und plötzlich ein digitaler Shitstorm! Nach dem Final-Triumph der USA gegen Kanada sorgt ein KI-Video für Wirbel um Brady Tkachuk. Verbreitet wurde es ausgerechnet vom TikTok-Account des Weißen Hauses.

Die USA holten mit einem 2:1 nach Overtime gegen Kanada Olympia-Gold im Eishockey. Für Brady Tkachuk ging damit ein Traum in Erfüllung. Doch nur wenige Tage später sieht sich der 26-Jährige mit massiver Kritik konfrontiert.

In einem KI-generierten Video, das vom TikTok-Account des Weißen Hauses veröffentlicht wurde, ist zu hören, wie Tkachuk angeblich die Kanadier attackiert und sagt: „Sie haben unsere Nationalhymne ausgebuht, also musste ich rausgehen und diesen Ahornsirup essenden Arschlöchern eine Lektion erteilen.“

Das Video ist zwar als KI-generiert gekennzeichnet, erreichte jedoch mehr als zehn Millionen Aufrufe und löste große Empörung aus. Tkachuk stellte klar: „Das ist ganz klar gefälscht, denn es ist nicht meine Stimme, und meine Lippen bewegen sich nicht. Ich habe keinerlei Kontrolle über diese Accounts. Ich weiß, dass ich diese Worte niemals aussprechen würde. Deshalb kann ich nichts dagegen tun.“

Heikle Situation für Ottawa-Kapitän
Brisant: Tkachuk ist Kapitän der Ottawa Senators und spielt in Kanada. Entsprechend sensibel reagierten Fans. „Ich würde so etwas nie sagen. So bin ich nicht. Deshalb mag ich das Video nicht, weil mir so etwas nie über die Lippen kommen würde und ich diesen Gedanken nie gehabt habe“, betonte er.

„Würde so etwas nie sagen“
Auch andere Behauptungen kursieren. Beim Telefonat von US-Präsident Donald Trump mit der Mannschaft habe Tkachuk angeblich „Schließt die Nordgrenze“ gerufen. Auch das weist er zurück: „Ich sehe immer wieder Dinge, von denen die Leute denken, ich sei es. Aber wenn man sich das Video ansieht, merkt man, dass es nicht meine Stimme ist und ich so etwas nie sage. Ich verstehe nicht, wie das so eine Welle auslösen konnte. Es ist verrückt, wie schnell sich so etwas in den sozialen Medien verbreitet. Ich würde so etwas nie sagen.“

Besuch im Weißen Haus
Tkachuk gehörte zu den 20 Spielern, die der Einladung ins Weiße Haus folgten. Diese hatte für Diskussionen gesorgt, weil Trump bei der Einladung auch über das ebenfalls erfolgreiche US-Frauenteam gewitzelt hatte. Die Spielerinnen blieben dem Termin fern.

Tkachuk zeigte Verständnis: „Man spricht mit dem Präsidenten, zehn Minuten nachdem man seinen Traum verwirklicht hat.“

Über den Besuch sagte er: „Es war etwas Besonderes. Als amerikanischer Staatsbürger rechnet man eigentlich nie damit, das Weiße Haus zu sehen und im Oval Office zu sein.“

Tkachuks als Trashtalker bekannt
Bruder Matthew Tkachuk hatte Leon Draisaitl im Vorrundenspiel gegen Deutschland verhöhnt: „Immer die Brautjungfer, Leon. Nie die Braut.“ Die Tkachuk-Brüder gelten in der NHL als harte Spieler und provokante Trashtalker. Die „New York Times“ bezeichnete sie einst als die „meistgehassten Eishockeyspieler der Welt“.

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