So ist Alltag in NY

Blizzard an der US-Ostküste sorgt für Schneechaos

Ausland
24.02.2026 08:02
Porträt von krone.at
Von krone.at

Flugabsagen en masse, der öffentliche Nahverkehr fast eingestellt, Brücken gesperrt, Haushalte ohne Strom, Schneeschaufeln gegen Bezahlung: Ein Sturm hat an der US-Ostküste – und infolgedessen auch in der Metropole New York – für 50 Zentimeter bis einen Meter Neuschnee gesorgt.

Gerade erst war der Schnee des letzten Blizzards geschmolzen, da hieß es für 40 Millionen Menschen erneut: Achtung, Blizzard-Warnung!

An den Flughäfen in New York und New Jersey lag der Flugverkehr auch am Abend (Ortszeit) komplett still. Fast 5000 Abflüge und Ankünfte wurden gestrichen. 

In Teilen des Bundesstaats Rhode Island fiel laut der Nationalen Wetterbehörde fast ein Meter ...
In Teilen des Bundesstaats Rhode Island fiel laut der Nationalen Wetterbehörde fast ein Meter Schnee, im Bundesstaat Massachusetts wurden teilweise mehr als 80 Zentimeter gemessen. Im berühmten New Yorker Central Park gingen bis Dienstag fast 50 Zentimeter Schnee nieder.(Bild: AFP/MICHAEL M. SANTIAGO)

New Yorks Bürgermeister Zohran Mamdani warb per Videobotschaft auf der Plattform X erneut um Freiwillige, die für 30 Dollar (umgerechnet 25 Euro) die Stunde Schnee schaufeln:

Wenig Besucher am Times Square
Die eisigen Temperaturen und das heftige Schneetreiben hielten nicht alle Touristen in New York vom Sightseeing ab. Am berühmten Times Square waren am Morgen einzelne Besucher unterwegs.

Auch viele New Yorker machen das Beste aus ihrer Situation. In einigen Parks der Stadt entstanden in wenigen Stunden zahlreiche Schneefiguren. In einem Park im Stadtteil Brooklyn bauten Anrainer eine Art Couchlandschaft aus Schnee.

Diese Aufnahmen sollen den Blizzard in New York zeigen:

Straßen gesperrt
Zeitweise aber galt in New York ein Fahrverbot und Straßen, Autobahnen und Brücken waren gesperrt – außer für dringend notwendigen Verkehr wie etwa Rettungseinsätze. Unnötige Fahrten sind nach wie vor zu vermeiden, heißt es. Wer darauf verzichten könne, sollte seine Wohnung gar nicht erst verlassen.

Bilder aus New York:

Laut der „New York Times“ gab es im Großraum der Ostküstenmetropole seit dem Winter 2020/21 ...
Laut der „New York Times“ gab es im Großraum der Ostküstenmetropole seit dem Winter 2020/21 keine so großen Schneemengen mehr wie in diesem Jahr.(Bild: AFP/JEREMY WEINE)
Der öffentliche Nahverkehr in der größten Stadt der USA funktionierte nur eingeschränkt. Busse ...
Der öffentliche Nahverkehr in der größten Stadt der USA funktionierte nur eingeschränkt. Busse kamen auf den verschneiten Straßen nur langsam voran.(Bild: AFP/JEREMY WEINE)
Die Blizzard-Warnung war für mehr als 40 Millionen Menschen ausgesprochen worden. Ein Blizzard ...
Die Blizzard-Warnung war für mehr als 40 Millionen Menschen ausgesprochen worden. Ein Blizzard ist ein starker Schneesturm mit Windgeschwindigkeiten von mehr als 55 Kilometern pro Stunde und stark eingeschränkter Sicht, der das öffentliche Leben zeitweise lahmlegen kann.(Bild: AFP/JEREMY WEINE)
Der aktuelle Sturm ist Teil einer Serie extremer Winterwetterlagen in den Vereinigten Staaten.
Der aktuelle Sturm ist Teil einer Serie extremer Winterwetterlagen in den Vereinigten Staaten.(Bild: AFP/JEREMY WEINE)
Bereits Ende Jänner und Anfang Februar hatten große Teile des Landes mit schweren Schneestürmen ...
Bereits Ende Jänner und Anfang Februar hatten große Teile des Landes mit schweren Schneestürmen und ungewöhnlich niedrigen Temperaturen zu kämpfen, örtlich wurden Kälterekorde gebrochen.(Bild: AFP/JEREMY WEINE)
(Bild: AFP/JEREMY WEINE)
(Bild: AFP/JEREMY WEINE)
(Bild: AFP/JEREMY WEINE)
(Bild: AFP/JEREMY WEINE)

Für Hilfsbedürftige wurden Aufnahmezentren eingerichtet, damit sie dort Zuflucht suchen und sich aufwärmen können. Schulen, städtische Bibliotheken und andere öffentliche Einrichtungen blieben auf Anordnung von Bürgermeister Mamdani geschlossen. Am Dienstag soll der Unterricht aber weitergehen.

Stromausfälle in der Region
Unbeschwert war die Lage indes nicht überall: Starker Wind und schwerer, nasser Schnee ließen Bäume umstürzen, beschädigten Stromleitungen und verursachten Überschwemmungen an der Küste von Massachusetts. Am Abend (Ortszeit) waren laut dem Portal „Poweroutage“ noch immer etwa 500.000 Haushalte an der Ostküste ohne Strom – rund 280.000 davon in Massachusetts, wo in manchen Regionen der Ausnahmezustand noch einmal verlängert wurde.

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