Erleben wir aktuell ein neues Zeitalter der nuklearen Aufrüstung? Nach dem Auslaufen des „New Start“-Abkommens zwischen Moskau und Washington hat Russlands Präsident Wladimir Putin die Bedeutung der russischen Atomstreitkräfte betont ...
„Die Entwicklung der atomaren Triade, die Russlands Sicherheit garantiert und für eine wirksame strategische Abschreckung sowie ein Kräftegleichgewicht in der Welt sorgt, bleibt eine absolute Priorität“, sagte Putin am Sonntag in einer Fernsehansprache.
Die Ansprache erfolgte an Russlands Tag des Verteidigers des Vaterlandes, einem Feiertag, der Anlass für militärischen Pomp und vom Kreml geförderten Patriotismus ist. Zudem jährt sich am 24. Februar der russische Angriff auf die Ukraine zum vierten Mal.
Kreml will „Gefechtsbereitschaft“ verbessern
Putin erklärte, die Armee und die Marine sollten weiter gestärkt werden. Dabei solle aus den militärischen Erfahrungen des Konfliktes in der Ukraine geschöpft werden. Der Kreml-Chef sagte zudem, alle Teile der Streitkräfte würden verbessert werden, einschließlich ihrer „Gefechtsbereitschaft, ihrer Beweglichkeit und ihrer Fähigkeit, unter allen Bedingungen zu operieren, selbst unter den schwierigsten“.
Das „New Start“-Abkommen war am 5. Februar ausgelaufen. Beide Seiten signalisierten zuletzt, einen neuen Atomwaffenvertrag schließen zu wollen. Die USA wollen jedoch China wegen seines wachsenden Atomwaffenarsenals in künftige Verhandlungen einbeziehen.
Moskau erklärte, es werde weiterhin einen „verantwortungsvollen“ Umgang mit seinen strategischen Atomfähigkeiten pflegen und die für sein Arsenal festgelegten Begrenzungen respektieren.
„New Start“ war im April 2010 von US-Präsident Barack Obama und dem damaligen russischen Präsidenten Dmitri Medwedew unterzeichnet worden. Die USA und Russland verpflichteten sich damit, ihre atomaren Sprengköpfe jeweils auf 1550 zu verringern. Es war das letzte große Abkommen zur nuklearen Abrüstung zwischen den beiden Atommächten USA und Russland.
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