Auch nach dem Auslaufen des „New Start“-Abkommens will sich Russland weiter an die vorgeschrieben Höchstgrenzen für sein Atomwaffenarsenal halten – unter einer Bedingung.
Der russische Außenminister Sergej Lawrow erklärte am Mittwoch in einer Rede vor dem Parlament, dass sich sein Land an ein selbst auferlegtes „Moratorium“ halte werde, „aber nur so lange die Vereinigten Staaten die festgelegten Grenzen nicht überschreiten“.
„New Start“ war im April 2010 von US-Präsident Barack Obama und dem damaligen russischen Präsidenten Dmitri Medwedew unterzeichnet worden. Die USA und Russland verpflichteten sich darin, ihre atomaren Sprengköpfe jeweils auf maximal 1550 zu verringern. Die Gültigkeit der Beschränkung lief am 5. Februar aus. Beide Seiten signalisierten allerdings zuletzt, einen neuen Atomwaffenvertrag schließen zu wollen. Die USA wollen jedoch China wegen seines wachsenden Atomwaffenarsenals in künftige Verhandlungen einbeziehen.
Experten warnen vor gefährlicher Mischung
Peking lehnt dies jedoch ab und verweist darauf, dass das eigene Arsenal deutlich kleiner sei als das der beiden Supermächte. Experten warnen deswegen jetzt vor einer gefährlichen Mischung aus neuen Waffentechnologien, fehlenden Kommunikationskanälen und dem Aufstieg Chinas zur dritten Atommacht, die das strategische Gleichgewicht dauerhaft destabilisieren könnte.
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