Österreichische Kultur genoss Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher am Opernball in Wien, danach ging es schnurstracks ins Burgenland. Gepflegt wurde die deutsch-pannonische Partnerschaft. Das Themenspektrum der Kooperation reicht von erneuerbaren Energien bis zum Tourismus.
„So etwas hat die Welt noch nicht gesehen!“ Große Worte, die beim imposanten Hafenfest in Hamburg vor neun Monaten die Runde gemacht hatten. Die Feierlichkeiten mit dem Burgenland als Partnerregion waren der eindrucksvolle Auftakt einer deutsch-pannonischen Kooperation, der große Taten folgen sollen. Mit einer Delegation ist nun Peter Tschentscher, Bürgermeister der Hansestadt, angereist, um sich über die Fortschritte auf dem Energie-, Gesundheits- und Pflegesektor zu informieren.
Viele Verbindungen
Auf den ersten Blick scheinen nicht allzu viele Gemeinsamkeiten zu bestehen, doch Hamburg und das Burgenland verbindet mehr, als die meisten annehmen würden. „Beide sind kosmopolitische Regionen. Die Hansestadt mit dem Hafen ist das Tor zur Welt, das Burgenland das Tor nach Osteuropa“, lautet der einhellige Tenor. Und beide haben sehr früh in der Erzeugung von sauberem Strom aus Windkraft eine Vorbildrolle eingenommen.
„Hamburgs besonderes Interesse liegt nun auf Fotovoltaik bei gleichzeitiger Nutzung der Landwirtschaft. Da hat die Zwei-Millionen-Einwohner-Metropole noch Kapazitäten. Unsere Heimat gilt als Musterbeispiel“, so Burgenlands Regierungskoordinator, Robert Hergovich.
Agri-PV-Parks besichtigt
Am Tag nach dem Opernball an der Seite von Wiens Bürgermeister Michael Ludwig stand für den deutschen Amtskollegen aus der Hansestadt die Besichtigung des Agri-PV-Parks Tadten/Wallern auf dem Programm, mit 180 Hektar und einer geplanten Leistung von bis zu 164 MWp (Megawatt-Peak) das größte Projekt dieser Art in Mitteleuropa. Peter Tschentscher zeigte sich von dem Brückenschlag zwischen Bio-Landwirtschaft und Ökostromproduktion begeistert – im Detail erklärt von Stephan Sharma, dem Vorstandsvorsitzenden der Burgenland-Energie.
„Möglichkeiten nutzen“
Viel Potenzial in der Hamburg-Burgenland-Kooperation sieht neben Landeshauptmann-Stellvertreterin Anja Haider-Wallner vor allem Harald Schermann, Direktor der Wirtschaftskammer: „Jetzt besteht die große Chance, gemeinsam die Möglichkeiten von erneuerbaren Energien zu nutzen und weiterzuentwickeln. Hocheffektive Speicher sind das Gebot der Stunde.“ Abkehr von Öl und Gas aus dem Ausland inbegriffen!
Wenngleich wir im Burgenland keinen Hochseehafen haben, so verbinden uns doch viele Brücken mit Hamburg: Offenheit, Innovationsgeist und Nachhaltigkeit.
Anja Haider-Wallner, LH-Stellvertreterin
Von Energie bis Lust auf Urlaub
Nicht nur die Energieerzeugung der Zukunft und die Forschung standen im Mittelpunkt des Besuchs der Hamburg-Delegation. Peter Tschentscher wollte ebenfalls mehr über den Ausbau des Gesundheitssystems – inklusive Klinik Oberwart und das geplante Spital in Gols – sowie die kommunalen Pflegeeinrichtungen wissen. Robert Hergovich abschließend: „Gleichzeitig wollen wir Lust auf Urlaub im Burgenland machen. Deutschland ist ein wichtiger Markt für den Tourismus, genauso wie für unsere Winzer.“
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