Teuflischer Mordplan

Erbkrimi: Ziehsohn (53) kehrt an Tatort zurück

Österreich
14.02.2026 08:00

Teuflischer Mordplan für eine Millionen-Villa in Niederösterreich! Jetzt sahen sich eine Witwe (80) und ihr Peiniger (53) wieder …

Eine gepflegte Villa mit großem Grundstück (1,7 Millionen Euro wert) in einer kleinen niederösterreichischen Gemeinde nahe Wien, eine wohlhabende alleinstehende Witwe – und ihr 53-jähriger polnischer Ziehsohn, als Alleinerbe im Testament eingetragen. Das ist der Stoff für einen echten Krimi.

„Der Marek will mich umbringen“
Wie berichtet, soll die kinderlose 80-Jährige vor Weihnachten einen Mordanschlag in ihrem eigenen Haus nur knapp überlebt haben. „Der Marek will mich umbringen“, rief sie per Handy einen Bekannten in Todesangst um Hilfe.

Für die Tatrekonstruktion waren Straßenzüge rund um die Villa in NÖ großräumig abgesperrt.
Für die Tatrekonstruktion waren Straßenzüge rund um die Villa in NÖ großräumig abgesperrt.(Bild: Imre Antal)
Anhand einer lebensgroßen Puppe wurde der mutmaßliche Mordplan nachgestellt. Für die ...
Anhand einer lebensgroßen Puppe wurde der mutmaßliche Mordplan nachgestellt. Für die Tatrekonstruktion waren Straßenzüge rund um die Villa in NÖ großräumig (li.) abgesperrt.(Bild: Imre Antal)

80-Jährige überlebt zweistündiges Martyrium
Laut Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Korneuburg wurde das Opfer gleich zweimal die Kellertreppe in voller Länge hinuntergestoßen. Dann wurde der Frau mit einer Glasscherbe der Hals aufgeschlitzt – und zuletzt soll der Verdächtige noch versucht haben, sie mit einem Teppich zu ersticken. Das ganze Martyrium dauerte fast zwei Stunden.

Ihre Villa wollte die 80-Jährige verkaufen – da soll der Ziehsohn sie über eine Treppe gestoßen ...
Ihre Villa wollte die 80-Jährige verkaufen – da soll der Ziehsohn sie über eine Treppe gestoßen haben.(Bild: Krone KREATIV/Reinhard Judt, privat, Krone KREATIV)

Blutverschmierter Teppich im Kofferraum 
Damit nicht genug, wollte der zweifache Vater bei einem Häfen-Besuch seinen Sohn (16) per handschriftlichem Zettel mit einem Golf GTI bestechen, damit dieser die Witwe dazu bringt, ihre Aussage zurückzunehmen. Sie wäre selbst gestürzt und auf die Scherben gefallen. Blöd nur, dass der blutverschmierte Teppich im Kofferraum des 53-Jährigen versteckt lag und die Scherben im Glascontainer entsorgt waren ...

Blutspuren auf der Kellertreppe zeugten vom Martyrium des Opfers
Blutspuren auf der Kellertreppe zeugten vom Martyrium des Opfers(Bild: Krone)

Streng bewacht die Bluttat an Puppe nachgestellt
Freitagmittag kam es jetzt zum brisanten Wiedersehen zwischen der Witwe und ihrem mittlerweile enterbten Ziehsohn. Streng bewacht, musste der Pole fürs Gericht anhand einer Puppe die Tat nochmals nachstellen. Derweil wartete die 80-Jährige getrennt vom Verdächtigen in einem anderen Raum auf ihre Aussage.

Bis zum Abend dauerte die Tatrekonstruktion, dann ging es zurück in die Zelle. Trotz erdrückender Beweise blieb der Pole (es gilt die Unschuldsvermutung) bei seiner Unfallversion. Ihm droht bis zu lebenslange Haft.

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