Wer muss in Hochkrimml (Salzburg) die Zufahrt zu zahlreichen Zweitwohnsitzen und Liftstationen reparieren? Während Grün-Abgeordneter Simon Heilig-Hofbauer findet, es handelt sich längst um eine Gemeindestraße, sieht Bürgermeister Erich Czerny (ÖVP) die Finanzen der Gemeinde bedroht.
Nur in einer Sache sind sich alle Beteiligten bei der Zufahrt zur Duxeralm in Krimml einig: Die Straße ist nach mehreren Jahrzehnten kaputt und muss saniert werden. An der Finanzierung entzündete sich aber eine langwierige Diskussion. Mittendrin der grüne Landtagsabgeordnete Simon Heilig-Hofbauer. Er hat vergangenes Jahr schon eine Landtagsanfrage zur Causa gestellt und jetzt noch einmal eine Anfrage an die Gemeinde nach dem Informationsfreiheitsgesetz.
Zum Hintergrund: Die Straße ist eine Interessentenstraße, die von den Anrainern in einer Weggenossenschaft verwaltet wird. Sie führt zu einem Zweitwohnsitzgebiet in Hochkrimml, von wo auch Lifte des Skigebiets Hochkrimml starten.
Mehrere Zweitwohnsitz-Besitzer kritisieren, dass die Straße durch Bauarbeiten bei den Skiliften und viele Reisebusse in den schlechten Zustand gekommen ist. Heilig-Hofbauer ist sich mittlerweile sicher: „Das ist eigentlich eine Gemeindestraße.“ Sobald eine Siedlung eine größere Bedeutung habe, müsse die Gemeinde die Straße übernehmen.
„Seine Linie geht gegen alle Einheimischen“
Krimmls Bürgermeister Erich Czerny (ÖVP) sieht das ganz anders. „Er macht hier den Robin Hood für eine Handvoll auswärtige Zweitwohnsitz-Besitzer. Das wundert mich. Ich gönne unseren Gästen die Zweitwohnsitze, aber das ist keine Aufgabe für die Gemeinde“, ärgert sich Czerny.
„Wenn die Gemeinde die Straße übernehmen müsste, können wir uns bei den Ausgleichsgemeinden einreihen“, sagt er und spricht drohende finanzielle Probleme für den Ort durch eine teure Straßensanierung an. Die Kosten würden so auf die Allgemeinheit abgewälzt. „Seine Linie geht gegen alle Einheimischen“, kritisiert Czerny den Grün-Politiker
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