„Helfen rettet Leben“

Schlaganfall: Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt

Niederösterreich
17.02.2026 09:15

Ein Schlaganfall kommt ohne Vorwarnung – und jede Minute zählt. Denn wenn Teile des Gehirns nicht mehr ausreichend durchblutet werden, beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit. Rotes Kreuz und Samariterbund erklären im neuesten Teil der Serie „Helfen rettet Leben“, wie man als Ersthelfer richtig reagiert.

Mitten im Gespräch verstummt das Gegenüber plötzlich. Die Worte klingen verwaschen, das Glas wird fallen gelassen, der Mundwinkel hängt nach unten: Ein Schlaganfall kann in jedem Alter und meist ohne Vorboten auftreten.

Jährlich viele Fälle
Ursache ist eine plötzliche Durchblutungsstörung im Gehirn, meist ist ein Hirngefäß durch ein Gerinnsel verstopft, in seltenen Fällen gar geplatzt.„Jedes Jahr betrifft er mehrere tausend Menschen in Österreich“, wissen die Erste-Hilfe-Experten Georgia Praska (Rotes Kreuz) und Harald Radschopf (Samariterbund), die für die „Krone“-Leser im neuesten Teil der Serie „Helfen rettet Leben“ wieder die wichtigsten Maßnahmen für Ersthelfer zusammenfassen.

Anzeichen für einen Schlaganfall

Anzeichen können unter anderem sein:

  • Plötzlich auftretende halbseitige Lähmung
  • Taubheitsgefühle
  • Schwindel
  • Gangunsicherheit
  • Verwirrtheit
  • Sehstörungen etc. 

Der FAST-Test
Der sogenannte FAST-Test ist für Ersthelfer eine wichtige Stütze, um einen Schlaganfall festzustellen.

Das „F“ steht für „face“ – also Gesicht. „Vordere die Person zum Lächeln auf. Bleibt ein Mundwinkel hängen, ist das ein Anzeichen für einen Schlaganfall“, so Radschopf.

Das „A“ steht für das englische Wort „arms“, also Arme. „Fordere die Person auf, die Arme zu heben und auszustrecken. Auch hier sind Auffälligkeiten ein Anzeichen“, erklärt Radschopf. 

Das „S“ ist die Abkürzung für „speech“, also Sprache. Der Betroffene soll dabei einen neutralen Satz nachsprechen. „Wenn es zu Auffälligkeiten wie einer verwaschenen Sprachwahrnehmung kommt, ist dies ein weiterer Hinweis für einen Schlaganfall“, erklärt er.

Das „T“ wiederum ist der Anfangsbuchstabe des Wortes „time“, also Zeit. „Zeit ist Hirn“, betont Praska. Jede Minute zählt, um Hirngewebe zu retten. Denn kein anderes Organ reagiert so folgenschwer auf Sauerstoffmangel. Wichtig für einen Ersthelfer ist daher, einen Schlaganfall zu erkennen und rasch zu handeln. Daher sollte unbedingt bei entsprechenden Anzeichen sofort der Notruf gewählt werden.

Rotes Kreuz und Samariterbund erklären, wie man sich als Ersthelfer bei einem Schlaganfall ...
Rotes Kreuz und Samariterbund erklären, wie man sich als Ersthelfer bei einem Schlaganfall richtig verhält.(Bild: Attila Molnar)

Bis zum Eintreffen der Rettung soll die Person in eine angenehme Position gebracht werden. Die Seitenlage ist optimal, weil die Betroffenen oft Probleme beim Schlucken haben und daher das Abrinnen des Speichels begünstigt wird. „Biete daher auch nichts zu essen und zu trinken an“, erklärt Praska. Beim Warten auf den Rettungsdienst unbedingt bei der Person bleiben und darauf achten, dass sie weiterhin ansprechbar ist und gut atmen kann.

Ziel dieser „Krone NÖ“-Serie ist es, Menschen die Scheu davor zu nehmen, Erste Hilfe zu leisten. „Unfälle können überall passieren, jederzeit und plötzlich“, weiß Praska. „Denke daran, du kannst nichts falsch machen, außer nichts zu tun“, ergänzt Radschopf.

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