Dass sich die Essgewohnheiten seit der Corona-Pandemie geändert haben, spüren vor allem Gastronomen. Wie ein Wirt in Wolfsberg darauf reagiert.
„Die Leute nehmen sich weniger Zeit zum Essen. Sie nehmen das Essen lieber mit, anstatt im Lokal zu sitzen. Fast-Food-Lokale, Kebapläden, Pizzerien boomen“, erkannten die Betreiber des Traditionsgasthauses Torwirt in Wolfsberg, Peter Mosgan und seine Frau Helena Autengruber.
Nun versuchen sie, das Konzept einer Streetfood-Küche umzusetzen. „Das Geschäft den anderen mit ihrem Streetfood-Angebot zu überlassen, ist für uns keine Lösung.“ Gemeinsam mit seinem 23-jährigen Enkel Fabrice eröffnet Mosgan Anfang März eine zweite Küche.
Streetfood-Küche soll Gasthaus retten
„Menschen können dann zu uns kommen, Essen bestellen und anschließend mitnehmen oder vor Ort Essen. Das Tolle an der Sache ist die kurze Zubereitungszeit und das Format einer offenen Küche, bei der man sieht, wie das Essen zubereitet wird“, ergänzt der Wirt. Innerhalb von drei bis vier Minuten sollen Kunden ihr Essen in der Hand halten.
„Wir setzen auf regionale Produkte“ – so bietet das Gasthaus ab März Currywurst, Hamburger, Bauern-Pommes, Grillhuhn, Bowls und mehr an. Fabrice, gelernter Koch, wird das Essen in der offenen Streetfood-Küche zubereiten. Die Vorbereitungen sind im vollen Gange. „Es muss alles perfekt ablaufen, um das Fingerfood so schnell wie möglich fertigzustellen.“
Die Menschen wollen in der Mittagspause nicht so lange auf ihr Essen warten, nehmen sich auch zum Essen weniger Zeit und essen seltener direkt im Lokal.
Peter Mosgan, Betreiber des Gasthauses Torwirt
Die Gastwirte glauben an das neue Konzept. Der Betrieb im Gasthaus wird wie gewohnt weitergehen. In Zukunft soll Streetfood auch über die hauseigene Torwirt-App bestellt und geliefert werden.
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