Empörung in Laakirchen

KZ-Mahnmal soll aus dem Stadtzentrum weichen

Oberösterreich
10.02.2026 21:57

Die Opferverbände, das Mauthausen Komitee und das Antifa-Netzwerk werfen dem SPÖ-Stadtchef von Laakirchen einen massiven Wortbruch vor. Der Stadtpolitiker will das steinerne Monument – offenbar entgegen aller Zusagen – künftig auf einem wenig repräsentablen Platz am Friedhof verstecken.  

Geht es nach Laakirchens Bürgermeister Fritz Feichtinger (SPÖ), dann soll das KZ-Mahnmal aus dem Stadtzentrum verschwinden. Dieses erinnert an neun lokale Nazi-Opfer – acht waren Widerstandskämpfer, einer Zeuge Jehovas.

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Die NS-Opfer haben größten Respekt verdient. Der Bürgermeister zeigt sich aber nicht einmal gesprächsbereit.

Willi Mernyi, Vorsitzender des Mauthausen Komitees

Entgegen der Vereinbarung
Im März 2024 hatte Feichtinger den Vertretern der Opferverbände ausdrücklich zugesagt, das Mahnmal gut sichtbar im Stadtzentrum zu belassen. Doch im September 2025 wurde bekannt, dass Feichtinger das Monument auf den Friedhof verlegen will.

Stadtgemeinde Laakirchen
Stadtgemeinde Laakirchen(Bild: Wolfgang Spitzbart)

„Untragbar und würdelos“
„In die Nähe eines misslungenen Friedensdenkmals, das aus einer karikierten Taube mit Beinprothese besteht. Das Vorgehen des Bürgermeisters ist würdelos und untragbar“, ärgert sich Willi Mernyi vom Mauthausen Komitee Österreich (MKÖ). „Hält er seine Zusage nicht ein, werden wir alle demokratischen Mittel für Protestaktionen gegen seinen Wortbruch ausschöpfen“, warnt Antifa-Chef Robert Eiter den Stadtchef. 

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