Die Opferverbände, das Mauthausen Komitee und das Antifa-Netzwerk werfen dem SPÖ-Stadtchef von Laakirchen einen massiven Wortbruch vor. Der Stadtpolitiker will das steinerne Monument – offenbar entgegen aller Zusagen – künftig auf einem wenig repräsentablen Platz am Friedhof verstecken.
Geht es nach Laakirchens Bürgermeister Fritz Feichtinger (SPÖ), dann soll das KZ-Mahnmal aus dem Stadtzentrum verschwinden. Dieses erinnert an neun lokale Nazi-Opfer – acht waren Widerstandskämpfer, einer Zeuge Jehovas.
Die NS-Opfer haben größten Respekt verdient. Der Bürgermeister zeigt sich aber nicht einmal gesprächsbereit.
Willi Mernyi, Vorsitzender des Mauthausen Komitees
Entgegen der Vereinbarung
Im März 2024 hatte Feichtinger den Vertretern der Opferverbände ausdrücklich zugesagt, das Mahnmal gut sichtbar im Stadtzentrum zu belassen. Doch im September 2025 wurde bekannt, dass Feichtinger das Monument auf den Friedhof verlegen will.
„Untragbar und würdelos“
„In die Nähe eines misslungenen Friedensdenkmals, das aus einer karikierten Taube mit Beinprothese besteht. Das Vorgehen des Bürgermeisters ist würdelos und untragbar“, ärgert sich Willi Mernyi vom Mauthausen Komitee Österreich (MKÖ). „Hält er seine Zusage nicht ein, werden wir alle demokratischen Mittel für Protestaktionen gegen seinen Wortbruch ausschöpfen“, warnt Antifa-Chef Robert Eiter den Stadtchef.
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.