Anruf an Polizeichef

Trump: „Alle wussten, dass Epstein das getan hat“

Ausland
10.02.2026 10:00

Laut einer neuen Veröffentlichung aus den Epstein-Akten soll US-Präsident Donald Trump einem ranghohen Polizeichef im Jahr 2006 gesagt haben, dass „Epsteins Aktivitäten mit minderjährigen Mädchen sowohl in New York als auch in Palm Beach allgemein bekannt seien“.

Außerdem gab er an, dass Epsteins langjährige Wegbegleiterin Ghislaine Maxwell „böse“ sei. Diese Angaben stammen laut „Miami Herald“ aus einer FBI-Zusammenfassung eines Interviews mit dem damaligen Polizeichef von Palm Beach, Michael Reiter.

Donald Trump hat wiederholt erklärt, er habe nichts von Epsteins Vergehen gewusst und den Kontakt vor Jahrzehnten beendet. In dem nun veröffentlichten FBI-Dokument heißt es jedoch, Trump habe 2006 – kurz nach Bekanntwerden des Sexskandals – bei Reiter angerufen und gesagt: „Gott sei Dank haltet ihr ihn auf, jeder hat gewusst, dass er das getan hat.“ 

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Gott sei Dank hatet ihr ihn auf, jeder hat gewusst, dass er das getan hat.

Donald Trump im Jahr 2006

Außerdem soll Trump zugegeben haben, Epstein einmal besucht zu haben, als auch Teenager anwesend gewesen wären. Daraufhin habe er sich „sofort aus dem Staub gemacht“ („I got the hell out of there“).

Schon im Jahr 2006 soll Donald Trump gewusst haben, welche Verbrechen Jeffrey Epstein begangen ...
Schon im Jahr 2006 soll Donald Trump gewusst haben, welche Verbrechen Jeffrey Epstein begangen hatte. Er behauptet seit Monaten, den Kontakt vor Jahrzehnten abgebrochen zu haben.(Bild: AFP/ANNA MONEYMAKER)

Die Aussagen stehen im Gegensatz zu Trumps früheren öffentlichen Erklärungen, in denen er betonte, er wisse nichts von Epsteins Missbrauch. Epstein wurde zwar 2019 erneut verhaftet, starb aber im Gefängnis, ohne dass es zur Anklage Prominenter kam.

Die Enthüllung wirft neue Fragen über Trumps Wissen und Rolle im frühen Ermittlungsverlauf gegen Epstein und dessen langjährige Vertraute Ghislaine Maxwell auf. Maxwell sitzt eine 20-jährige Haftstrafe wegen Sexhandels ab. Erst am Montag verweigerte sie vor einem Ausschuss des US-Repräsentantenhauses die Aussage.

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