Suche nach Masken-Mann

Fall Guthrie: Festgenommener wieder freigelassen

Society International
11.02.2026 12:58
Porträt von krone.at
Von krone.at

Im Fall der seit rund zehn Tagen vermissten Nancy Guthrie, der 84-jährigen Mutter von US-Moderatorin Savannah Guthrie, ist eine festgenommene Person nach einer Vernehmung wieder freigelassen worden. Das berichtete der CNN-Tochtersender KNXV am Mittwoch. 

Die Festnahme der Person sei zuvor in Rio Rico, rund 100 Kilometer südlich von Tucson im Bundesstaat Arizona, erfolgt. Die Behörden hätten auch ein Auto und ein Haus in der Stadt durchsucht.

Der Aufenthaltsort Guthries, die aus ihrem Haus in Tucson verschwand, sei weiterhin unbekannt, zitierte der Sender eine Quelle aus Strafverfolgungskreisen. ABC News hatte unter Berufung auf einen Beamten berichtet, die Festnahme sei mit Unterstützung des FBI erfolgt. Der Sender NBC News berichtete unter Berufung auf eine mit der Angelegenheit vertraute Person, es handle sich um einen Mann. Laut CNN wurde jedoch keine Anklage erhoben.

Nancy Guthrie ist seit dem 31. Jänner verschwunden. Ihre Familie bittet dringend um Hinweise.
Nancy Guthrie ist seit dem 31. Jänner verschwunden. Ihre Familie bittet dringend um Hinweise.(Bild: AP/AP ( via APA) Austria Presse Agentur)

Seit Ende Jänner keine Spur
Seit Ende Jänner fehlt von der Mutter von US-Fernsehmoderatorin Savannah Guthrie jede Spur. Die Ermittler gehen von einer Entführung aus. Guthrie und ihre beiden Geschwister hatten sich in den vergangenen Tagen nach mehreren Erpressungsschreiben wiederholt in Videobotschaften an den oder die weithin unbekannten mutmaßlichen Entführer gewandt und dabei zuletzt auch eine mögliche Lösegeldzahlung angedeutet.

Eine Frist zur Zahlung von sechs Millionen US-Dollar (rund 5,05 Millionen Euro), die in einem Schreiben gefordert worden war, war am Montagabend verstrichen – die Folgen sind unklar. Das FBI hatte zuletzt eine Belohnung von 50.000 US-Dollar für Hinweise ausgesetzt, die zur Auffindung Guthries oder zur Festnahme und Verurteilung der Verantwortlichen führen.

Die Bilder aus der Überwachungskamera zeigen einen Mann mit Skimaske, der versucht, die Kamera ...
Die Bilder aus der Überwachungskamera zeigen einen Mann mit Skimaske, der versucht, die Kamera mit Pflanzenteilen abzudecken.(Bild: AP/AP ( via APA) Austria Presse Agentur)

Fachleute einig: Er war kein Profi!
Das FBI hat am Dienstag Fotos und Videomaterial zu einem maskierten Verdächtigen veröffentlicht. Stunden danach kam es zu der Festnahme.

In den USA haben zahlreiche Fachleute die vom FBI veröffentlichten Fotos und Videoaufnahmen intensiv ausgewertet. Anhand erkennbarer körperlicher Merkmale – etwa Körpergröße und geschätzter Schuhgröße – versuchen die Ermittler, das Profil des Verdächtigen weiter einzugrenzen.

Die Standbilder zeigen eine schlanke Person mit Skimaske und Handschuhen. Am Gürtel ist vorne ein Pistolenholster befestigt, auf dem Rücken trägt sie einen Rucksack. Unter der Skimaske ist ein Bart zu erkennen. Mehrere Experten äußern Zweifel an der Professionalität des Täters.

Fachleute bezweifeln jedoch die Professionalität des Täters. Der ehemalige FBI-Agent Michael Harrigan erklärte gegenüber CNN, der Mann habe an der Haustür gezögert und offenbar nach einer Möglichkeit gesucht, die Kamera zu verdecken – ein Zeichen mangelnder Vorbereitung. Auch der frühere Polizist Brandon Tatum sieht in der Art, wie die Waffe getragen und die Kamera improvisiert mit Pflanzenteuilen abgedeckt wurde, Hinweise auf fehlende Erfahrung.

Experten haben die Fotos ganz genau analysiert.
Experten haben die Fotos ganz genau analysiert.(Bild: AFP/HANDOUT)
Der Täter trug Handschuhe, Skimaske und einen Pistolenholster am Gürtel.
Der Täter trug Handschuhe, Skimaske und einen Pistolenholster am Gürtel.(Bild: AFP/HANDOUT)
Mit im Garten abgerissenen Pflanzen versuchte er die Kamera abzudecken.
Mit im Garten abgerissenen Pflanzen versuchte er die Kamera abzudecken.(Bild: AFP/HANDOUT)

Die Kriminologin Casey Jordan zeigte sich ebenfalls erstaunt über das Vorgehen. Ein geübter Täter, so sagte sie gegenüber CNN, würde Kameras gezielt, zum Beispiel mit einem Farbspray außer Gefecht setzen – nicht mit provisorischen Mitteln.

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