„Günstige Atmosphäre“

Kreml stimmt jetzt Waffenruhe bis Sonntag zu

Außenpolitik
30.01.2026 13:53
Porträt von krone.at
Von krone.at

Die russische Führung hat nach der Bitte des US-Präsidenten Donald Trump einer Waffenruhe in der Ukraine zugestimmt – allerdings nur bis Sonntag. Dies soll eine „günstige Atmosphäre für Verhandlungen schaffen“, sagte Sprecher Dmitri Peskow. Auch Trump hatte zunächst gesagt, der russische Präsident Wladimir Putin folge dieser Bitte.

Ursprünglich sollte es am Sonntag ein Treffen in Abu Dhabi geben. Dieser Zeitplan könnte sich aber ändern, sagte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj. Als Grund nannte er unter anderem Entwicklungen im Verhältnis zwischen den USA und dem Iran. Zudem sei es wichtig, dass alle vereinbarten Teilnehmerinnen und Teilnehmer anwesend seien. US-Außenminister Marco Rubio hatte zuvor gesagt, die US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner würden am Wochenende nicht nach Abu Dhabi reisen. Am vergangenen Wochenende hatten zuletzt erstmals wieder eine russische und ukrainische Delegation direkt verhandelt.

Wie berichtet, hatte US-Präsident Donald Trump gesagt, dass er den russischen Machthaber Wladimir Putin gebeten habe, eine Woche lang keine Angriffe auf Kiew und andere Städte zu verüben. Die Menschen in der Ukraine hätten „noch nie so unter der Kälte gelitten“, sagte er. „Und er (Putin, Anm.) hat dem zugestimmt, und ich muss Ihnen sagen, das war sehr nett.“ 

Logistik im Visier
Die ukrainische Regierung hat wiederum Entgegenkommen signalisiert, falls der Kriegsgegner die Energieinfrastruktur verschont: Für diesen Fall stellte Präsident Wolodymyr Selenskyj die Einstellung ukrainischer Attacken auf russische Objekte in Aussicht. „Wenn Russland nicht auf unsere Energieanlagen feuert, dann werden wir ihre nicht angreifen“, sagte Selenskyj. Laut dem Staatschef hat es in der vergangenen Nacht keine russischen Angriffe auf die Energieinfrastruktur gegeben. Das russische Militär hätte stattdessen den Schwerpunkt auf die Logistik verlegt. So sei bei einem Angriff in Charkiw etwa die Produktionsstätte eines US-Unternehmens beschädigt worden.

Zuletzt waren Tausende Haushalte in der Ukraine bei eisigen Temperaturen immer wieder ohne Strom und ohne Heizung. Selenskyj dankte den USA für ihre Bemühungen. Die Lage in den kommenden Tagen werde zeigen, ob es tatsächlich eine Waffenruhe geben werde. Nach jüngsten Behördenangaben kamen am Donnerstag sechs Menschen bei russischen Angriffen in der Ukraine ums Leben.

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