Jetzt kommt Bewegung in jenen tragischen Fall, bei dem einer 30-jährigen Frau die Gebärmutter vollständig entfernt wurde, obwohl sie kerngesund war. Ein unabhängiges Gutachten soll Klarheit schaffen, wie es zu einer falschen Krebsdiagnose kommen konnte.
Der Fall wirft viele Fragen auf. Im Vorjahr wurde einer 30-jährigen Mühlviertlerin (Oberösterreich) am Kepler Universitätsklinikum in Linz die Gebärmutter entfernt, nachdem es zuvor eine Krebsdiagnose gegeben hatte. Doch nach der Operation stellte sich heraus, dass die Frau doch nicht an Krebs erkrankt war. Die Gewebeprobe der Patientin war in der Pathologie des Klinikums kontaminiert worden.
Die Frau wurde an die Patientenvertretung verwiesen, sie schaltete einen Anwalt ein. Das Klinikum sprach in der Folge von einem schicksalshaften Vorgang, solch eine Verschmutzung könne zu einem geringen Prozentsatz passieren.
Kontakt zu Anwalt gesucht
Nachdem der Fall publik wurde, reagiert nun die Krankenhausführung. Am Freitag kündigte man an, dass ein Gutachten in Auftrag gegeben wird, um „eine externe objektive Beurteilung des Falles einzuholen und allfällige weitere Ableitungen für Prozesse und Qualitätssicherung vornehmen zu können“. Auch sei man bereits in Kontakt mit dem Anwalt der betroffenen Patientin getreten.
„Unser Ziel ist es, so rasch wie möglich eine gemeinsame Lösung zu finden“, betonte das KUK. Seiner Mandantin biete man auch ein Gespräch und psychologische Unterstützung an. Selbstverständlich sei man bereit, einer etwaigen Empfehlung der Patientenanwaltschaft Folge zu leisten.
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