Attacke auf Dienstauto

Neues Video befeuert Debatte über ICE-Todesschüsse

Ausland
29.01.2026 14:28

Die tödlichen Schüsse auf den US-Krankenpfleger Alex Pretti (37) am Rande eines Protests gegen die Einwanderungspolizei ICE in der US-Großstadt Minneapolis haben im ganzen Land Empörung ausgelöst. Während die Behörden anfangs von Notwehr sprachen, widerspricht dem ein vorläufiger Untersuchungsbericht der Grenzschutzbehörde CBP. Nun aufgetauchte Aufnahmen einer weiteren Auseinandersetzung befeuern erneut die Debatte über die Todesschüsse.

Ein am Mittwoch veröffentlichtes und verifiziertes Video, das elf Tage vor Prettis Tod aufgenommen wurde, zeigt den 37-Jährigen bei einer anderen Auseinandersetzung mit den Bundespolizisten. Der Krankenpfleger schreit diese an und beschimpft sie. „Sprüh mich mit Pfefferspray ein! Greif mich an, du Arschloch. Fi**t euch”, ist unter anderem aus Prettis Mund zu hören.

Waffe dabei, aber nicht danach gegriffen
Anschließend attackiert der 37-Jährige einen ICE-Einsatzwagen, tritt gegen das rechte Rücklicht und beschädigt dieses. Plötzlich springt ein schwer bewaffneter ICE-Agent aus, es kommt zu einem Handgemenge, zu dem sich in Sekundenschnelle weitere Polizisten gesellen und Pretti niederringen. Immer wieder schimmert eine Handfeuerwaffe aus dem Hosenbund des Mannes durch.

Dieser Schnappschuss stammt aus dem nun aufgetauchten Video und zeigt die Konfrontation zwischen ...
Dieser Schnappschuss stammt aus dem nun aufgetauchten Video und zeigt die Konfrontation zwischen Alex Pretti und einem ICE-Beamten.(Bild: AP/Max Shapiro)

US-Medien zufolge handelt es sich um die gleiche Waffe, die Pretti auch am 24. Jänner dabeihatte. In lokalen Medien wird von einem Gerücht berichtet, wonach der 37-Jährige nach der ersten Auseinandersetzung „auf dem Radar von ICE“ gewesen sei. Es könne sein, dass die Todesschützen – die beiden Beamten sind mittlerweile vom Dienst suspendiert – die Identität ihres Opfers gekannt haben.

In keinem der beiden Fälle gibt es allerdings Beweise dafür, dass Pretti nach der Waffe auch greifen wollte. „Nichts, was eine Woche vorher geschah, kann jemals die Tötung von Alex durch ICE am 24. Jänner rechtfertigen“, betonte Steve Schleicher, der Anwalt der Pretti-Familie, im Gespräch mit dem Nachrichtensender CNN.

Trump-Sohn ätzt: „Nur ein friedlicher Beobachter“
Doch für rechte Politiker und Meinungsmacher ist das neue Video Wasser auf ihren Mühlen. Denn sie wollen Pretti als gewaltbereiten Krawallmacher darstellen. So postete Donald Trump Jr., Trumps ältester Sohn, auf der Kurznachrichtenplattform „Nur ein friedlicher Beobachter“ und platzierte daneben ein skeptisch aussehendes Emoji.

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