Mann sprach Mädchen an

Wieder Entführungsalarm vor einer Wiener Schule

Wien
30.01.2026 16:10

Erneut lauert ein Unbekannter in Wien Kindern vor Schulen auf. Am Donnerstag hat ein fremder Mann eine Erstklässlerin des Hietzinger Gymnasiums Wenzgasse angesprochen und wollte sie in sein Auto locken. Durch das Eingreifen von Eltern konnte das Schlimmste verhindert werden. 

Die Direktion des GRG 13 hat am Freitag schriftlich die Eltern informiert: Demnach sprach ein unbekannter Mann vor der Schule ein Mädchen der ersten Klasse an und forderte sie auf, in sein Auto zu steigen. 

Zum Glück hat das Kind geistesgegenwärtig reagiert. Sie ist weggegangen und hat sich an einen anderen Erwachsenen gewendet. Daraufhin ergriff der Verdächtige die Flucht. „Die Polizei wurde informiert und wird nach den Semesterferien verstärkt vor den Schulen patrouillieren“, heißt es im Schreiben der Schuldirektion.

Die Angehörigen der Schüler sind alarmiert. Immer wieder sorgen solche Vorfälle für Verunsicherung. Im Vorjahr wurde ein Bub (9) in der Donaustadt auf dem Heimweg von einer ihm unbekannten Frau angesprochen. Sie behauptete: „Deine Mama liegt im Spital, komm mit mir mit!“ Auch vor einer Volksschule am Alsergrund sind Kinder 2025 von Fremden belästigt worden. 

Weißer Lieferwagen in Penzing
Vor drei Jahren hat ein Mann mehrfach versucht, Schüler in seinen weißen Lieferwagen zu locken. Mehrere Fälle aus Penzing und Ottakring haben die Behörden dokumentiert – wir berichteten. 

Ein einziges Mal stellte sich ein mutmaßlicher Kidnapping-Versuch als falsch heraus. Eine Volksschülerin hatte – wahrscheinlich aus Angst vor einer Schularbeit – eine Entführung erfunden, wie sich bei der Befragung herausgestellt hatte. Aber das ist eine seltene Ausnahme. In der Regel ist so etwas todernst. Jeder Vorfall wird vom Landeskriminalamt akribisch untersucht. 

Was können Eltern machen? Sie sollten ihre Kinder dabei unterstützen, selbstbewusst Nein zu sagen, wenn ihre Grenzen überschritten werden. Bei Gefahr: laut um Hilfe rufen oder „Rettungsinseln“ (etwa Geschäfte) aufsuchen, so der Rat der Polizei. Sofern möglich, sollen Kinder Wegstrecken gemeinsam mit anderen Kindern gehen.

Auch sollten Eltern ihren Kindern in aller Ruhe erklären, dass es Menschen auf der Welt gibt, die nicht immer gute Absichten haben. Und dass sie niemals mit Fremden mitgehen sollen. Egal, was die ihnen versprechen. 

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