Die Post macht Ernst und schließt ihre Zustellbasis in Jennersdorf im Südburgenland. Die SPÖ hatte bereits seit Monaten davor gewarnt.
Zwischen März und Mai werden die rund 20 Beschäftigten auf Poststandorte in der Oststeiermark aufgeteilt. Begründet wird der Schritt mit dem veränderten Bestellverhalten, heißt es von der Post. Der Standort in Jennersdorf sei „ursprünglich auf die Zustellung von Briefen ausgelegt und niemals für stark steigende Paketmengen“. Das Gebäude entspreche nicht mehr aktuellen Standards und biete keinen Platz zur Erweiterung.
Post ortet Halbwahrheiten
Die betroffenen Mitarbeiter sollen zusätzlich die Möglichkeit bekommen, mit Postfahrzeugen nach Hause zu fahren. Für die Bevölkerung soll sich nichts ändern. Politisch sorgte die Causa für viel Wirbel. Die Post spricht davon, dass Mitarbeiter durch vorab kolportierte Halbwahrheiten „zum politischen Spielball geworden“ seien. Standortentscheidungen würden nicht nach Bezirks- oder Landesgrenzen, sondern nach logistischen Erfordernissen getroffen.
„Schlag ins Gesicht für die Region“
SPÖ-Landtagsabgeordneter Fabio Halb bezeichnet die Schließung als „Schlag ins Gesicht für die Region“. Die Post habe als mehrheitlich staatliches Unternehmen auch Verantwortung für den ländlichen Raum. Die SPÖ brachte dazu einen Dringlichkeitsantrag im Landtag ein.
ÖVP-Klubobmann Bernd Strobl spricht von einem harten Einschnitt für die betroffenen Arbeitnehmer und von einem Versagen der rot-grünen Landesregierung. Landtagsabgeordnete Margit Paul Kientzl (Grüne) bezeichnet die Schließung als wirtschaftlich nicht nachvollziehbar: „Die Post hat noch in den Standort investiert, nun wird dieser dennoch geschlossen.“
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