Österreich am Pranger

Ryanair-Chef schießt weiter gegen „dumme Steuer“

Wirtschaft
28.01.2026 17:49
Porträt von krone.at
Von krone.at

Die irische Billigfluglinie Ryanair macht weiterhin mobil gegen die Ticketsteuer in Österreich, die Geschäftsführer Michael O‘Leary als „dumme Steuer“ bezeichnet. An seinem Plan, fünf der 19 in Wien stationierten Flugzeuge abzuziehen, hält O‘Leary weiterhin fest.

Daran werde sich auch nichts ändern, solange die Regierung an der Ticketsteuer festhalte, hieß es am Mittwoch in einer Pressekonferenz in Wien. Für den heurigen Sommer plant die Airline ebenfalls mit nur 14 Flugzeugen in Wien. Der Billigflieger bietet damit gegenüber 2025 eine Million weniger Sitzplätze und acht Routen weniger an. „Wir erwarten nur noch sechs Millionen Passagiere in Wien in diesem Jahr“, sagte der für den österreichischen Markt zuständige Ryanair-Manager Andreas Gruber.

Ryanair und dessen langjähriger Chef sind bekannt dafür, Regierungen, Kommunen und Flughafenbetreiber öffentlich unter Druck zu setzen, um niedrigere Kosten oder gar Subventionen zu erwirken. Zuletzt kürzte Ryanair sein Flugangebot in Brüssel um 20 Strecken, weil die belgische Regierung die Ticketsteuer 2027 auf zehn Euro anhebt.

„Schläfriger“ Kanzler und „hoffnugsloser“ Verkehrsminister
In Österreich beträgt diese zwölf Euro. O‘Leary schießt bereits seit geraumer Zeit gegen die österreichische Regierung und beschimpfte im November Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) und Verkehrsminister Peter Hanke (SPÖ) als „schläfriger Stocker“ und „hoffnungsloser Hanke“. In Deutschland dürfte der Druck des Iren erfolgreich gewesen sein, denn im Nachbarland soll die Ticketsteuer Mitte 2026 etwas gesenkt werden.

Verkehrsminister Peter Hanke lässt die Luftverkehrssteuer evaluieren. Kommt der Flughafen ...
Verkehrsminister Peter Hanke lässt die Luftverkehrssteuer evaluieren. Kommt der Flughafen Wien-Schwechat Ryanair ebenfalls entgegen?(Bild: Krone KREATIV/APA/dpa/Georg Wendt, APA/ROLAND SCHLAGER)

Doch auch in Österreich wird die Luftverkehrssteuer evaluiert, wie Hanke im Dezember angekündigt hat. Als Entgegenkommen auf die Erpressungsversuche von Ryanair-Chef O‘Leary soll das allerdings nicht gedeutet werden, hieß es damals gegenüber der „Krone“.

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