GUTEN MORGEN

Beleg für Finanzminister | Kein Kavaliersdelikt

Beleg für den Finanzminister. Morgentermin mit einem Finanzminister (nein, nicht Markus Marterbauer) in einem Wiener Kaffeehaus. Der Herr Minister lässt es sich nicht nehmen, zu zahlen. Wenn ich mich recht erinnere (es liegt doch schon einige Zeit zurück), machte die Zeche etwa 11 Euro aus. Für beide. Die Kellnerin fragt den Herrn Finanzminister, der damals zwar höchst präsent war, den sie aber offenbar trotzdem nicht erkannte: „Rechnung?“ Dessen Antwort: ein lautes, gedehntes „Jaaa!“ Die Servierkraft bequemt sich doch, zur Schank zu schlendern, einen Bon aus der Registrierkassa auszudrucken. Der Herr Finanzminister bedankt sich artig, übernimmt den Bon, prüft ihn kurz, ehe er ihn schließlich zerknüllt…

Kein Kavaliersdelikt. Ja, mit den Registrierkassen, mit der Belegpflicht nimmt man es hierzulande nicht immer so genau. Wie berichtet, hat die Finanz nun eine systematische Umgehung der Kassenpflicht mittels Manipulations-Software aufgedeckt. Das Prinzip: Verzichten Gäste auf den Beleg, dann verzichten manche Gastronomen auf die Registrierkasse. Gut möglich, dass das Café, in dem man dem damaligen Finanzminister am liebsten keinen Beleg aushändigen wollte, nun auch ins Visier der Kontrolleure geraten ist. „Steuerbetrug ist kein Kavaliersdelikt“, erinnert der aktuelle Finanzminister. Da hat er recht. Und derartige Kontrollen sind nur gerecht: Denn geschädigt werden nicht nur der Säckelwart und so die Staatskassa. Auch die vielen Wirte, die im Gegensatz zu den schwarzen Schafen ihrer Zunft brav ihre Steuer zahlen, zahlen drauf.

Kommen Sie gut durch den Mittwoch!

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