Sonnentherme baut aus

Größtes Rutschenprojekt zwischen Berlin und Zürich

Burgenland
27.01.2026 16:30

Rekordzahlen im Tourismus geben den Startschuss für den nächsten Ausbau der Sonnentherme: In Lutzmannsburg soll mit sieben Mega-Rutschen das größte Rutschenprojekt im deutschsprachigen Raum entstehen. Investiert werden dafür 30 Millionen Euro.

Lutzmannsburg hat ein außergewöhnliches Jahr hinter sich. Mit 302.584 Nächtigungen wurde 2025 ein neuer Höchstwert erreicht. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet das ein Plus von 10,9 Prozent und erstmals das Überschreiten der 300.000er-Marke. Doch auf dem Rekord will man sich nicht ausruhen. In den kommenden Jahren fließen rund 30 Millionen Euro in den Ausbau der Sonnentherme.

Größtes Rutschenprojekt im deutsprachigen Raum
Im Mittelpunkt steht eine neue „Slide World“, mit der das Angebot deutlich erweitert werden soll. Geplant sind sieben Mega-Rutschen mit einer Gesamtlänge von 1.284 Metern. Gestartet wird von zwei Plattformen –  einem 15 Meter und einem 19 Meter hohen Turm – , der über einen Bademantelgang mit dem bestehenden Rutschenbereich verbunden wird. Ergänzt wird die neue Wasserwelt durch eine großzügige Landehalle sowie neue Indoor-Liegebereiche mit Galerie. Rund 200 zusätzliche Liegen sind vorgesehen.

In Phase 1 der geplanten Ausbaustufe soll die Thermen & Badewelt um eine 1.670 Quadratmeter ...
In Phase 1 der geplanten Ausbaustufe soll die Thermen & Badewelt um eine 1.670 Quadratmeter große „Slide World“ mit sieben Mega Rutschen und einer Gesamt-Rutschenlänge von 1.284 Metern erweitert werden.(Bild: WhiteWater/Sonnentherme)
(Bild: WhiteWater/Sonnentherme)
(Bild: WhiteWater/Sonnentherme)

Nach Angaben der Betreiber handelt es sich dabei um das derzeit größte Rutschenprojekt im gesamten deutschsprachigen Raum. Vorgesehen sind mehrere neue Rutschentypen, darunter auch eine Weltneuheit.

Thermenpolitik mit langfristiger Wirkung
Für Landeshauptmann Hans Peter Doskozil ist die Entwicklung eine Bestätigung des eingeschlagenen Weges. „Lutzmannsburg hat nicht nur für die Region, sondern für das Burgenland eine Größe erreicht, die einen Alleinstellungsfaktor repräsentiert.“

Präsentierten die Ausbaupläne: Hofstädter (LIB), Sharma (CEO Burgenland Energie), Bürgermeister ...
Präsentierten die Ausbaupläne: Hofstädter (LIB), Sharma (CEO Burgenland Energie), Bürgermeister Kainrath, Geschäftsführer Cerutti, Landeshauptmann Doskozil, Landesrat Dorner und Tourismus- Geschäftsführer Tunkel.(Bild: LMS)

Der Erfolg bestätige auch frühere politische Entscheidungen in die Thermenthematik einzusteigen. „Seit der Eröffnung der Sonnentherme 1994 wurden rund 90 Millionen Euro investiert, es sind rund 300 Arbeitsplätze entstanden“, so Doskozil. Mit Blick nach vorne sprach der Landeshauptmann von weiterem Potenzial. Ziel könne es sein, „mit Weitsicht eine Destination zu entwickeln, die eine Größenordnung wie Familien-Themenparks in Deutschland erreicht“.

Wirtschaftsmotor für den Bezirk
Auch Infrastruktur-Landesrat Heinrich Dorner sieht im Thermenstandort einen wichtigen Motor für die Region. Für ihn ist das Resort eine „einzigartige Erfolgsgeschichte“, von der Tourismus und Wirtschaft im Bezirk seit Jahren profitieren. Der weitere Ausbau werde die Attraktivität des Standorts weiter stärken.

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Hier in die grüne Wiese wurde eine Therme gebaut. Vorher war hier die Welt zu Ende.

Bürgermeister Roman Kainrath

Bürgermeister Roman Kainrath erinnerte an die Anfänge des Projekts nahe dem früheren Eisernen Vorhang. „Hier in die grüne Wiese wurde eine Therme gebaut. Vorher war hier die Welt zu Ende.“ Heute sehe man deutlich, wie sehr sich die Gemeinde entwickelt habe. „Was kann man sich als Bürgermeister Schöneres erwarten oder sehen, wenn man dort über 300.000 Nächtigungen in einem Jahr hat.“

Starke Rolle im Burgenland-Tourismus
Auch im Landesvergleich zählt Lutzmannsburg mittlerweile zu den wichtigsten Tourismusgemeinden. Rund neun Prozent aller burgenländischen Nächtigungen entfallen auf den Thermenstandort. Damit liegt die Gemeinde hinter Bad Tatzmannsdorf und Podersdorf auf Rang drei. Für Burgenland-Tourismus-Geschäftsführer Didi Tunkel ist klar: „Die Nächtigungsrekorde des Landes würden nicht funktionieren, wenn nicht die Orte und die Betriebe funktionieren.“

Stetiges Wachstum trotz Krisenjahren
Sonnentherme-Geschäftsführer Werner Cerutti verwies auf die Entwicklung der vergangenen Jahre. „Es ist stetig vorangegangen“, sagte Cerutti. Der jüngste Zuwachs von fast 30.000 Nächtigungen sei vor allem auf Camping- und Glampinggäste zurückzuführen. Auch bei den Besucherzahlen zeigt sich die Größe des Standorts. Die durchschnittliche Tagesauslastung liegt bei mehr als 1.300 Gästen, an Spitzentagen kommen bis zu 2.800 Besucher. Insgesamt werden jährlich rund 462.000 Gäste gezählt.

1,6 Millionen Euro für mehr Energieautarkie
Neben dem Ausbau des Angebots investiert die Sonnentherme auch in die eigene Stromerzeugung. In eine geplante Agri-Photovoltaikanlage mit Batteriespeicher fließen dafür 1,6 Millionen Euro. Burgenland-Energie-CEO Stephan Sharma rechnet mit deutlichen Effekten. „Nach dem Ausbau werden rund 50 Prozent des Strombedarfs selbst abgedeckt“, erklärte Sharma. Dadurch erspare man sich etwa 200.000 Euro an Energiekosten pro Jahr.

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