Eine 38-jährige Niederösterreicherin muss sich wegen schwerer Körperverletzung vor Gericht verantworten. Sie soll nach reichlichem Bierkonsum einem Unbekannten im Streit die Nase gebrochen haben. Der Prozess wurde vertagt.
Es war ein feuchtfröhlicher Nachmittag unter Freunden, den eine Gruppe Erwachsener vorigen Sommer am Ratzersdorfer See in St. Pölten genoss. Als sich die Truppe dann gemeinsam auf den Nachhauseweg zum Bahnhof begab, wurde aus einem unbeschwerten Treffen eine ausgewachsene Anklage.
Was sich genau an diesem Abend auf dem Bahnhofsvorplatz abgespielt hatte, galt es nun vor Gericht zu klären. Für einen 37-jährigen gebürtigen Polen endete der 5. Juli des Vorjahres jedenfalls mit einem Nasenbeinbruch. Eine 38-Jährige aus dem Mostviertel bekannte sich wegen schwerer Körperverletzung teilweise schuldig.
Angeklagte bekannte sich teilweise schuldig
Im Vorbeigehen sei eine Frau aus der Gruppe mit dem Mann in Streit geraten, die 38-Jährige versuchte zu schlichten. Doch wüste Beleidigungen brachten das Fass zum Überlaufen: „Ich habe ihm eine Ohrfeige gegeben, später noch eine. Dann sah ich, dass meine Hand voller Blut war“, so die Angeklagte, die nach eigenen Angaben zuvor zehn oder elf Bier konsumiert hatte. Auch das Gesicht des 37-Jährigen sei blutverschmiert gewesen: „Seine Nase war aber nicht schief.“
Ladung weiterer Zeugen
Zur Befragung des Opfers wurde per Video in die Justizanstalt Göllersdorf geschaltet, wo das seinerzeitige Opfer derzeit einsitzt. „An dem Tag wurde ich am Bahnhofsplatz zusammengeschlagen“, gibt der 37-Jährige an: „Aber die Frau hat mich nur auf der Wange erwischt, ein kleiner Mann hat mir aber auf die Nase geschlagen.“ Auch die Angeklagte erzählt von einem weiteren Angreifer. Zur Ladung weiterer Zeugen wurde vertagt.
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