Der Opernball wird heuer zu einem eher überschaubaren Regierungstreffen. Von insgesamt 21 Mitgliedern der Bundesregierung haben lediglich vier ihr Erscheinen am 12. Februar in der Wiener Staatsoper fix zugesagt und vertreten damit Österreichs Politik-Spitze am Ball der Bälle.
So gering war die politische Präsenz beim Opernball schon lange nicht – zuletzt vermutlich im Jahr 2017, als am Tag des Balls die Nachricht vom Tod der damaligen Frauen- und Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser Österreichs Polit-Spitze erschütterte. Unter Tränen rief der damalige Bundeskanzler Christian Kern zu Beginn des Abends eine Gedenkminute aus, viele Politiker verließen den Ball nach der Eröffnung frühzeitig. Zum Feiern war damals niemandem zumute.
Ganz andere Gründe prägen die Zurückhaltung heuer. Österreich kämpft mit anhaltender Teuerung, die Zustimmung zur Regierung ist niedrig. Die Dreierkoalition schnürte zwar zuletzt ein Maßnahmenpaket gegen die steigenden Preise, dennoch bleibt der politische Druck hoch. Vor diesem Hintergrund wird – wie jedes Jahr – auch heuer wieder darüber diskutiert, ob Politiker zum Opernball gehen sollen oder nicht.
Pröll vertritt Regierungschef und bringt Deutsche Ministerin mit
Fix zugesagt haben bislang nur vier Regierungsmitglieder. Aus der ÖVP stehen zwei Namen auf der Gästeliste – und damit zeichnet sich ein Ball der Staatssekretäre ab: Erwartet werden Staatssekretärin Elisabeth Zehetner sowie Staatssekretär Alexander Pröll. Pröll vertritt dabei Bundeskanzler Christian Stocker, der aufgrund eines EU-Termins in Brüssel verhindert ist. Bei einem informellen EU-Rat soll über die Wettbewerbsfähigkeit der Europäischen Union beraten werden.
Pröll kommt aber nicht alleine, sondern bringt einen internationalen Gast mit: die deutsche Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt, die CDU-Politikerin Dorothee Bär.
Für internationales Flair sorgt auch Außenministerin Beate Meinl-Reisinger. Die NEOS-Chefin kommt mit gleich zwei Amtskolleginnen – den Außenministerinnen aus Albanien und den Philippinen.
Auf SPÖ-Seite bleibt es ebenfalls überschaubar. Infrastrukturminister Peter Hanke hat sein Kommen zugesagt, wird den Opernball jedoch ohne prominente Begleitung besuchen.
Ein Fehlen fällt auf
Noch offen ist hingegen, ob Vizekanzler Andreas Babler am Ball erscheinen wird. Auf „Krone“-Nachfrage heißt es, es gebe „noch keine finale Entscheidung“. Als regelmäßiger Opernball-Besucher ist der SPÖ-Chef bislang zwar nicht in Erscheinung getreten, als Kulturminister würde sein Fehlen am wohl wichtigsten Kulturball der Nation aber zumindest auffallen.
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