Ortet „Luft nach oben“

Neo-Spitälerchef Thomas Klestil will vieles ändern

Tirol
27.01.2026 08:00

Seit 1. Jänner ist der renommierte Arzt Thomas Klestil medizinischer Geschäftsführer der Tirol Kliniken. Der Gesundheitsmanager sieht in einigen Bereichen „Luft nach oben“. Wer ist der neue Mann an der Spitze des größten Gesundheitsbetriebs in Westösterreich? Und was hat er vor? 

Thomas Klestil, Mediziner und Sohn des ehemaligen Bundespräsidenten Thomas Klestil, kennt die Tirol Kliniken gut. Hier hat er bereits früher in führender Position gearbeitet und kehrt nun nach 17 Jahren beruflicher Tätigkeit in Niederösterreich – unter anderem im Landesklinikum Baden-Mödling – zurück nach Tirol. Am 1. Jänner hat der 62-Jährige die Funktion des medizinischen Geschäftsführers von Christian Haring übernommen. Am Montag stellte er sich gemeinsam mit Gesundheits-Landesrätin Cornelia Hagele erstmals den Fragen der Presse.

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Ambulanzgebühren sind eine politische Entscheidung. Aber wenn es uns gelingt, eine ausreichende vorgelagerte Struktur zu schaffen, wird das wohl kein Thema.

Thomas Klestil, medizinischer GF Tirol Kliniken

Klestil lobt die Tirol Kliniken als „hocheffizienten und breit aufgestellten Gesundheitsbetrieb“. Aus seinen Ausführungen lässt sich jedoch herauslesen, dass im größten Gesundheitsunternehmen Westösterreichs auch noch einiges verbesserungswürdig ist. Vor allem, wenn es um Patientenlenkung und Belegstage geht. Was will nun der neue medizinische Geschäftsführer?

Mehr tagesklinische Eingriffe
Stichwort tagesklinische Versorgung: Diese soll deutlich ausgebaut werden. Klestil spricht von einem Vorhaben, das für viele Abteilungen relevant sei: „Da ist noch Luft nach oben.“ Tagesklinische Eingriffe sind in der Regel deutlich günstiger, weil Patienten nicht über Nacht betreut werden müssen. Klestil sieht damit aber auch den Wunsch vieler Patienten erfüllt.

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Wir gewinnen einen exzellenten Manager, engagierten Mediziner und eine respektierte Führungspersönlichkeit.

Cornelia Hagele, Gesundheits-LR

Stichwort Wartezeiten auf Operationen und Behandlungen: Der neue Geschäftsführer möchte die Patientenströme besser lenken. Derzeit kommt es immer wieder vor, dass Patienten auf langen Wartelisten stehen, obwohl in einem anderen Haus der Tirol Kliniken die Behandlung kurzfristiger möglich wäre. Das soll sich durch bessere Abstimmung endlich ändern. Klestil dazu: „Es ist nicht immer zwingend notwendig, jede Behandlung wohnortnah durchzuführen.“ Zur Idee einer Spitals-Holding mit allen Tiroler Spitälern gefragt, gibt sich Klestil zurückhaltend. Dies sei eine politische Entscheidung.

Künstliche Intelligenz soll helfen, Zeit zu sparen
Stichwort „digital vor ambulant vor stationär“: Diesen Grundsatz haben Bund und Länder gefasst. Dem sieht sich auch der neue Geschäftsführer verpflichtet. Im Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) sieht Klestil viele Chancen. Dies könne viel Zeit sparen, die dann für die Betreuung der Patienten vorhanden sei.

Stichwort Pathologie: Diese hat zuletzt Med-Uni und Tirol Kliniken entzweit. Nun sei die Zusammenarbeit wieder gut, betont Klestil. Die Tirol Kliniken werden ihre Pathologie behalten. Die vom Rechnungshof aufgezeigten Mängel habe man behoben. Ein neuer Geschäftsführer werde bald vorgestellt.

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