Teuer wie noch nie

Über 5000 Dollar: Gold bricht alle Rekorde

Wirtschaft
26.01.2026 09:37
Porträt von krone.at
Von krone.at

Teuer wie noch nie: Der Goldpreis hat am Montag erstmals in der Geschichte die 5000-Dollar-Marke geknackt. Eine Feinunze, das sind etwa 31,1 Gramm, kostete an der Metallbörse in London im frühen Handel 5093 US-Dollar (4337,42 Euro).

Gold hat sich in den ersten Wochen des Jahres um knapp 18 Prozent verteuert, nachdem der Preis für das Edelmetall im Vorjahr bereits um 65 Prozent gestiegen war. Dies war das höchste Jahresplus seit 1979. Der Preis ist 2025 um mehr als 2000 Dollar gestiegen. Zum Vergleich: Für den Anstieg von 1000 bis auf 2000 Dollar hatte der Goldpreis etwa zehn Jahre benötigt.

Zu den stärksten Treibern zählen geopolitische Risiken, die Käufe von Notenbanken und die Spekulation auf weiter sinkende Zinsen in den USA.

Auch Silber ist hochbegehrt
Auch Silber ist an der Börse begehrt: Der Preis für eine Feinunze war in der vergangenen Woche erstmals über 100 US-Dollar gestiegen. Silber ist ein wichtiges Industriemetall, das für viele Anwendungen rund um künstliche Intelligenz (KI), Robotik und Energie benötigt wird.

Edelmetalle gelten in Krisenzeiten als sichere Anlagen
Edelmetalle – allen voran Gold - gelten bei vielen Investoren als „sichere Häfen“ in Krisenzeiten. Daneben gibt es Sorgen um die Unabhängigkeit der US-Notenbank Fed. Die wiederholten Angriffe von Trump auf US-Notenbankchef Jerome Powell schüren die Angst, dass die mächtige Notenbank künftig nicht mehr unabhängig agieren, sondern politisch gesteuert werden könnte.

Da Gold weder Zinsen noch Dividenden abwirft, verstärkt die Aussicht auf fallende Zinsen die Nachfrage nach dem Edelmetall. Bei niedrigeren Zinsen werden festverzinsliche Anlagen wie Staatsanleihen im Vergleich dazu weniger attraktiv.

Empfehlungen für Anleger
Gold hat über lange Zeiträume hinweg seinen Wert behalten. Das Edelmetall hat Kriege, Währungsreformen und Rezessionen überstanden, was es für viele als langfristige Anlage attraktiv macht. Gold solle jedoch nur mit Geld gekauft werden, das man langfristig entbehren kann.

Höhenflug könnte noch weiter andauern
Trotz des Höhenflugs halten einige Banken noch höhere Goldpreise für möglich. So hob die US-Investmentbank Goldman Sachs jüngst ihre Prognose für Ende 2026 an, von 4900 auf 5400 Dollar je Feinunze. Zugleich warnen manche Experten, der Gold-Rekordlauf sei übertrieben.

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