Der ehemalige US-Präsident Barack Obama und seine Ehefrau Michelle haben nach dem Tod des US-Bürgers Alex Pretti in Minneapolis zu Protest aufgerufen. Jede Amerikanerin und jeder Amerikaner sollten die friedlichen Demonstrationen unterstützen und daraus Inspiration schöpfen.
Die Proteste seien „eine zeitgemäße Erinnerung daran, dass es letztlich an jedem und jeder von uns als Bürgerinnen und Bürgern liegt, gegen Ungerechtigkeit aufzustehen, unsere grundlegenden Freiheiten zu schützen und unsere Regierung zur Rechenschaft zu ziehen“, heißt es weiter in einem gemeinsamen Statement. US-Präsident Donald Trump und seine Regierung schienen darauf aus zu sein, die Situation weiter zu eskalieren. Sie gäben öffentliche Erklärungen zu den Erschießungen von Herrn Pretti und Renée Good ab, die auf keiner ernsthaften Untersuchung beruhten, und die durch Videomaterial widerlegt zu werden scheinen, schrieben die Obamas.
Die Bundesseite sollte eigentlich öffentliche Sicherheit herstellen. „(…) Tatsächlich erleben wir das Gegenteil.“ Bundesbeamtinnen und Bundesbeamte würden straffrei handeln und Taktiken anwenden, die darauf ausgelegt seien, „einzuschüchtern, zu schikanieren, zu provozieren und zu gefährden“. Die Tötungen seien ein „Weckruf“, und zwar unabhängig der Parteirichtung.
Wie berichtet, wurde Samstagfrüh der US-Bürger Alex Pretti durch Schüsse von ICE-Bundesbeamten in Minneapolis im US-Bundesstaat Minnesota getötet. Das Weiße Haus stellt die tödlichen Schüsse als Selbstverteidigung dar, obwohl Videomaterial im Netz von der Szene einen anderen Eindruck erweckt. Erst Anfang Jänner war die US-Bürgerin Renée Good während eines ICE-Einsatzes von einem Beamten in ihrem Auto erschossen worden. In diesem Fall sagt die US-Regierung, sie habe versucht, den Mann anzufahren. Auch hier lassen Aufnahmen nicht darauf schließen.
Der Demokrat Obama war von 2009 bis 2017 Präsident der Vereinigten Staaten.
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