Tumulte in den USA

Beamte töten erneut Person bei Einwanderungsrazzia

Ausland
24.01.2026 18:34
Porträt von krone.at
Von krone.at

Beamte der US-Einwanderungsbehörde ICE haben in Minneapolis erneut einen Menschen erschossen. Das Heimatschutzministerium sprach am Samstag von „defensiven Schüssen“ auf einen Mann (51), der mit einer Faustfeuerwaffe und zwei Magazinen bewaffnet gewesen sei. Es ist der dritte Vorfall in wenigen Wochen und könnte dortige Proteste noch weiter eskalieren.

Laut dem Polizeichef von Minneapolis, Brian O‘Hara, handelte es sich bei dem Toten um einen US-Staatsbürger, der in Minneapolis wohnt. Er hatte eine Waffenbesitzkarte, fügte er hinzu. US-Heimatschutzministerium wurde der Mann erschossen, weil er sich den Beamten während eines Einsatzes gegen illegale Migranten angenähert habe.

Ein Video, das in den sozialen Medien geteilt wurde, zeigt, wie Beamte einen Mann zu Boden drückten und dann mehrfach auf ihn schossen:

Ein Augenzeuge rief daraufhin in dem Video: „Sie haben ihn getötet. Haben sie ihn wirklich getötet? Wollt ihr mich veralbern?“

Zitat Icon

Es ist widerwärtig. Der Präsident muss diesen Einsatz beenden. Ziehen Sie die Tausenden gewalttätigen und nicht ausgebildeten Beamten aus Minnesota ab.

Tim Walz, Gouverneur des Staates Minnesota

Gouverneur mit Appell an Trump
Minnesota-Gouverneur Tim Walz erklärte, dass Bundesbeamte im Rahmen einer Razzia gegen Einwanderer eine weitere Person erschossen hätten. Walz fügte hinzu, dass er Kontakt zum Weißen Haus aufgenommen habe. Er forderte Präsident Donald Trump auf, die Razzien in seinem Bundesstaat zu beenden: „Zieht die Tausenden gewalttätigen, ungeschulten Beamten aus Minnesota ab. Sofort“, schrieb Walz in einem Beitrag auf X.

Weitere Fotos und Videos zeigen eine wütende Menschenmenge, die am Tatort gegen ICE protestierte. 

Fotos von den Protesten gegen die Einwanderungsrazzia in Minneapolis:

(Bild: AFP/STEPHEN MATUREN)
(Bild: AFP/ROBERTO SCHMIDT)
(Bild: AFP/ROBERTO SCHMIDT)
(Bild: AFP/ROBERTO SCHMIDT)
(Bild: AFP/ROBERTO SCHMIDT)
(Bild: AFP/BRANDON BELL)

Tausende Menschen protestierten trotz Eiseskälte
Schon am Freitag versammelten sich Tausende Menschen, die gegen die Razzien gegen Einwanderer protestierten, bei eisiger Kälte auf den Straßen der Stadt und forderten die Bundespolizei auf, die Stadt zu verlassen.

Seit dem 7. Jänner, als die 37-jährige Renee Good von einem ICE-Beamten erschossen wurde, versammeln sich täglich Demonstranten im Bundesstaat Minnesota.

US-Einwanderungsbehörde nahm Bub (5) in Gewahrsam
Erst Anfang dieser Woche nahmen Bundesbeamte von ICE in Minneapolis einen fünf Jahre alten Buben mit seinem Vater in Gewahrsam. Beide wurden in der Einfahrt ihres Wohnhauses abgeführt, nachdem der Bub zuvor gerade von der Vorschule nach Hause gebracht worden war. Nun befinden sich die beiden in einer Einrichtung für Familien im Bundesstaat Texas.

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