Leiche im Gazastreifen

Israels Armee sucht selbst nach letzter Geisel

Ausland
25.01.2026 20:27
Porträt von krone.at
Von krone.at

Die israelische Armee ist am Sonntag ausgerückt, um die Leiche der letzten Hamas-Geisel zu bergen. „Die Bemühungen werden so lange fortgesetzt, wie es notwendig ist“, teilte das Büro von Ministerpräsident Benjamin Netanyahu mit.

Die Streitkräfte suchten demnach in einem Friedhof im Norden des Gazastreifens nach den sterblichen Überresten von Ran Gvili. Zuvor hatte der bewaffnete Arm der Hamas erklärt, den Vermittlerinnen und Vermittlern in dem Konflikt sei der genaue Standort der Leiche mitgeteilt worden. Die Rückgabe aller lebenden und toten Hamas-Geiseln an Israel ist Teil der ersten Phase der Waffenruhe-Vereinbarung zwischen Israels Regierung und der Terrororganisation.

Am Samstagabend hatten Hunderte Israelis für die Rückführung der sterblichen Überreste des Grenzpolizisten Ran Gvili demonstriert. Der damals 24-Jährige war am 7. Oktober 2023 beim Terrorangriff der Hamas getötet worden. Die israelische Regierung unter Netanyahu hatte betont, erst dann in die nächste Phase des US-Friedensplans einzutreten, wenn der Leichnam des Polizisten zurückgebracht worden ist. Die Führung hat sich mit diesem Argument auch dagegen gesträubt, den seit fast einem Jahr geschlossenen Rafah-Grenzübergang wieder zu öffnen. Am Sonntag wollte das Sicherheitskabinett nun darüber beraten.

Zweite Phase der Waffenruhe gestartet
Die US-Gesandten Jared Kushner und Steve Witkoff waren am Samstag zu Gesprächen über die Zukunft des Gazastreifens nach Israel gereist. Die USA treten neben Ägypten, Katar und der Türkei als Vermittler zwischen Israel und der Hamas auf. In der vergangenen Woche hatten die Vereinigten Staaten den Beginn der zweiten Phase der Gaza-Waffenruhe bekannt gegeben. Diese sieht vor, dass Israels Militär die Stellungen im Gazastreifen räumt, eine Übergangsverwaltung eingerichtet und eine internationale Stabilisierungstruppe in dem Gebiet stationiert wird. Allerdings ist die Entwaffnung der Hamas Teil des 20-Punkte-Plans von US-Präsident Donald Trump, was diese bisher strikt ablehnt.

Bei dem Überfall auf Israel wurden mehr als 1200 Menschen getötet und etwa 250 als Geiseln verschleppt. Im folgenden Krieg wurden nach Hamas-Angaben mehr als 70.000 Menschen im Gazastreifen getötet.

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