Das Weiße Haus hat bekannt gegeben, wer Teil des Gaza-Gremiums ist, das dafür sorgen soll, dass die Ziele des „Friedensrats“ umgesetzt werden. Darunter sind etwa der britische Ex-Premier Tony Blair, Trumps Schwiegersohn Jared Kushner und der US-Sondergesandte Steve Witkoff.
Weitere Vorstandsmitglieder sind US-Außenminister Marco Rubio, Weltbank-Präsident Ajay Banga, der US-Geschäftsmann Marc Rowan und Trump-Berater Robert Gabriel. Das neue Gremium soll den Wiederaufbau und die Verwaltung des großflächig zerstörten Gebiets steuern. Wie berichtet, traf am Donnerstag erstmals eine neu gebildete Übergangsregierung aus Technokraten und einer Technokratin in Kairo zusammen. Diese soll vom sogenannten „Friedensrat“ überwacht werden, dem der frühere UN-Nahostgesandte Nikolaj Mladenow vorsteht. Laut dem Weißen Haus ist er der Verbindungsmann zwischen dem „Friedensrat“ und der Übergangsregierung.
Zudem wurde zur Unterstützung das „Gaza Executive Board“ eingerichtet, dem ebenfalls Blair, Witkoff, Kushner und Mladenow angehören. Zu den anderen Mitgliedern zählen der türkische Außenminister Hakan Fidan, der katarische Diplomat Ali Thawadi sowie der ägyptische Geheimdienstchef Hassan Rashad. Wer Teil des „Friedensrats“ ist, wurde hingegen noch nicht bekannt gegeben.
Unter Blair hatten britische Truppen an der Seite der USA an den Kriegen in Afghanistan und im Irak teilgenommen. Insbesondere der Irak-Einsatz sorgte damals innenpolitisch für große Kritik. Witkoff und Kushner wiederum spielten eine große Rolle in den Bemühungen um die Freilassung der letzten Geiseln der Hamas, der Waffenruhe und der Einführung des Trump-Friedensplans.
Furcht vor neuer Bedrohung
Die Waffenruhe im Gazastreifen trat am 10. Oktober 2025 in Kraft. Seither kam es jedoch immer wieder zu tödlichen Zwischenfällen. US-Beamtinnen und -beamte gehen davon aus, dass der Erfolg des Friedensplans davon abhängt, ob die Hamas ihre Waffen niederlegt und die Kontrolle über das Küstengebiet bereitwillig abgibt oder nicht. Bisher hat die Terrororganisation zwar der Einrichtung einer Übergangsregierung zugestimmt, nicht aber ihrer Entwaffnung. Israels Regierung schätzt, dass die Hamas noch mehr als 60.000 Gewehre und 20.000 Kämpfer hat.
Ich befürchte, dass die Hamas aus dieser Episode zwar angeschlagen und mit Blessuren, aber dennoch an der Macht festhaltend hervorgehen wird.
Ex-US-Botschafter in Israel
„Die Hamas hat sich als viel widerstandsfähiger erwiesen, als die meisten zu Beginn des Kriegs erwartet hatten. Ich befürchte, dass die Hamas aus dieser Episode zwar angeschlagen und mit Blessuren, aber dennoch an der Macht festhaltend, weiterhin eine Bedrohung darstellend und jede Opposition aus Gaza unterdrückend hervorgehen wird“, sagte Dan Shapiro, ehemaliger US-Botschafter in Israel. Für die Sicherheit soll künftig die internationale Stabilisierungstruppe sorgen, Kommandeur wird US-Generalmajor Jasper Jeffers.
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