Droht Eskalation?
EU warnt Airlines jetzt vor Flügen über den Iran
Die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) schlägt Alarm: Angesichts der angespannten politischen und militärischen Lage im Iran empfiehlt die EU-Behörde den Fluggesellschaften, den iranischen Luftraum vollständig zu meiden.
Die Warnung gilt ausdrücklich für alle Flughöhen und soll das Risiko für den zivilen Luftverkehr minimieren. In einer Mitteilung an die Airlines rief die EASA am Freitagabend dazu auf, nicht „im iranischen Luftraum“ zu fliegen. Zur Begründung verwies die Behörde auf „die aktuelle Situation und die Möglichkeit einer Militäraktion der USA“, infolge derer die iranische Luftabwehr in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt worden sei.
Konkret warnte die EASA vor einer derzeit „erhöhten Gefahr“ von Fehlern bei der Identifikation von Luftfahrzeugen im iranischen Luftraum.
Politische Unruhen könnten Eskalation befeuern
Hintergrund der angespannten Lage sind anhaltende politische Unruhen im Iran. Seit Ende Dezember kommt es dort zu Massendemonstrationen gegen die religiöse und politische Führung der Islamischen Republik.
Die Proteste, die sich zunächst an der schlechten Wirtschaftslage entzündeten, weiteten sich rasch zu einer landesweiten Bewegung aus. Die Sicherheitskräfte gingen laut Berichten brutal gegen die Demonstrierenden vor. Menschenrechtsgruppen zufolge wurden dabei Tausende Menschen getötet und mehr als 10.000 Personen festgenommen.
Trump wollte sich vorerst zurückhalten
US-Präsident Donald Trump hatte Teheran vor diesem Hintergrund mehrfach mit einem Eingreifen gedroht. Zuletzt hält er sich jedoch mit einer militärischen Intervention zurück. Am Mittwoch erklärte Trump, er habe aus „zuverlässiger Quelle“ erfahren, dass „die Tötungen im Iran aufhören“. Am Freitag dankte er der iranischen Führung für die Absage geplanter Hinrichtungen.
Zugleich wies Trump Berichte aus der Golfregion zurück, wonach Saudi-Arabien, Katar und Oman ihn von einem Angriff auf den Iran abgehalten hätten. Nicht der Einfluss anderer Staaten, sondern das Verhalten der iranischen Führung selbst habe ihn in seiner Entscheidung beeinflusst, sagte Trump vor Journalisten.









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