Der Ball des Jahres, der Wiener Opernball, steht vor der Türe. Am 12. Februar findet das große Staatsgewalze statt und wirft bereits jetzt seine Schatten voraus. Daran dürfte auch Hausherr Bogdan Roščić Gefallen finden, wie sich bei der großen Pressekonferenz am Freitag zeigte.
Mit Broadway-Flair sowie den Opernstars Pretty Yende und Benjamin Bernheim samt Staatsballett in Giorgio-Armani-Kostümen wird der Opernball heuer (in einer superkurzen Saison) am 12. Februar eröffnet. „Ist das der Grund für Ihre gute Laune?“, fragte ADABEI den Hausherrn, Staatsoperndirektor Bogdan Roščić, gleich zu Beginn.
Er quittierte es mit einem Lächeln. Ob er seinen Frieden mit dem Umstand gefunden hat, dass das Gewalze und Gebalze in seinem Haus einfach zum alljährlichen Programm dazugehört, ob er will, oder nicht, ist nicht klar. Fan war er jedenfalls bis dato keiner. Aber er dürfte Geschmack daran gefunden haben, bei dem Spielchen mitzuspielen – und so mutierte die traditionelle Opernball-Pressekonferenz zur großen Roščić-Show.
Quoten und Gerüchte
Zum Beispiel, als er in Richtung ORF stichelte: „Es kursieren unzutreffende Gerüchte über die Reichweite des Opernballs“, man sei im ersten Haus am Ring, „so elegant und zurückhaltend – der ORF auch“, spielte er auf die, seiner Auffassung nach, unterverkaufte Quote des Ballabends an. Auch sprach er launig davon, dass „Mitsingen bei der Eröffnung erwünscht sei“, darüber hinaus seien ja manche Gäste mit dem vom Alkohol geschwängerten, Gegröle ohnehin ab einer gewissen Uhrzeit vertraut ... womit er im Übrigen recht hat.
Und überhaupt, er gestand sogar (zur Überraschung aller Anwesenden): „Mir macht der ganze Ball Spaß. Ich weiß ja, wie ich es taktisch anlegen muss und wo ich mich verstecken muss“, grinste er ins Publikum (Pssst, Spoiler! Vielleicht am ehesten auffindbar ist er im 1. Rang, rechts, Loge 13 – in der Direktionsloge). Der Klassik-Experte hatte alle Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Es hätte dem Ball eigentlich nichts Besseres und Erfrischenderes passieren können ...
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