Nach „Chaos“-Sager

LKH nimmt zu Kritik von Topkoch Wallner Stellung

Adabei Österreich
15.01.2026 20:00

Es war letzte Woche am Feiertag, als der Kärntner Starkoch Hubert Wallner mit seiner Partnerin in die Notaufnahme des LKH Klagenfurt eilen musste. Die Zustände dort – stundenlange Wartezeiten, wie Löwen kämpfende Ärzte und Pflegepersonal – ließen ihn an der Politik zweifeln. Nach dem „Krone“-Bericht sprang nun auch das LKH auf den Zug auf.

Es war ein enormes Echo, das der Kärntner Haubenkoch Hubert Wallner erfuhr, als er in den sozialen Medien seinem Ärger Luft machte. Konkret ging es um einen Spitalsbesuch in der Notaufnahme des LKH Klagenfurt letzte Woche am Dreikönigstag, denn Wallners Partnerin Isabel Rauter musste mit Verdacht auf „virale Gehirnhautentzündung“, wie er uns erzählte, untersucht werden.

Ausnahmezustand
Die begleiteten Umstände innerhalb der Klink machten die Sache nicht besser, vielmehr waren die der Auslöser seines Unmuts und seiner Reaktion. „Die Zustände waren unglaublich. Betten auf den Gängen, Ärzte, die 48 Stunden arbeiten und alles für die Patienten geben – ein Chaos!“, so der Herdkünstler über die Situation, die an jenem besagten Tag offenbar besonders schwerwiegend gewesen war.

Auf diesen „Krone“-Bericht nahm nun der Betriebsrat des LKHs Stellung, schickte einen Schrieb an die Redaktion. Inhalt: „Seitens der Betriebsräte wird festgehalten, dass öffentliche Beiträge zur Diskussion über strukturelle Herausforderungen im Gesundheitswesen grundsätzlich dazu beitragen können, Aufmerksamkeit auf komplexe Zusammenhänge zu lenken. Eine sachliche, differenzierte und respektvolle Auseinandersetzung mit diesen Themen kann eine wichtige Grundlage für konstruktive Lösungsansätze bilden“, liest man auch hier subtil ausformulierte Kritik an der Politik heraus.

Und weiter: „Die in der öffentlichen Diskussion angesprochenen Belastungstendenzen decken sich in wesentlichen Punkten mit den Wahrnehmungen der in der Notfallaufnahme tätigen Kolleginnen und Kollegen. Insbesondere in den vergangenen Wochen wurde eine zunehmende Arbeitsverdichtung wahrgenommen. Bereits im Jahr 2023 haben wir auf bestehende Belastungssituationen hingewiesen und den Bedarf an strukturellen und organisatorischen Anpassungen aufgezeigt.“

Hubert Wallner und Partnerin Isabel Rauter konnten letztlich doch noch in den Urlaub abheben.
Hubert Wallner und Partnerin Isabel Rauter konnten letztlich doch noch in den Urlaub abheben.(Bild: Markus Wenzel)

Auch halten die Betriebsräte zuletzt fest, dass sie ausdrücklich betonen, wie stolz man auf die Kolleginnen und Kollegen in der Zentralen Aufnahme- und Erstversorgungseinheit ist. Da hier mit Kompetenz, Empathie und Engagement vorgegangen wird.

Frühzeitige Analyse-Prozesse
Man habe in diesem Zusammenhang auch Entlastungsvorschläge eingebracht, in der Hoffnung, dass weiterführende Gespräche, mit eingebrachten Lösungsansätzen nun aufs Tableau kommen. Denn die Thematik betreffe, „Mehrere Bereiche des notfallmedizinischen Versorgungssystems.“ Aus Sicht der Betriebsräte ist es dabei wesentlich, dass das unmittelbar betroffene Personal sowie die zuständigen Arbeitnehmervertretungen frühzeitig und angemessen in Analyse- und Entscheidungsprozesse eingebunden werden. Eine konstruktive Zusammenarbeit aller Beteiligten – unabhängig von organisatorischen Zuordnungen – stellt hierfür eine zentrale Voraussetzung dar.

Letzteres bestätigt uns auch Hubert Wallner, den die „Krone“ neuerlich erreichte und der uns signalisierte, dass er froh darüber sei, eine Diskussion losgetreten zu haben, die es nun auch weiterzuführen gilt. Übrigens, der Verdacht auf die Entzündung erhärtete sich nicht. Das Paar hatte Glück und konnte zuletzt dann doch noch in den wohlverdienten Urlaub abheben.

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