Nun ist es traurige Realität. Was schon seit Wochen gemutmaßt wurde, tritt nun ein. KTM, gerade erst von einem indischen Unternehmen gerettet, wird sich von rund 500 Mitarbeitern trennen, zwei Drittel davon sollen auf österreichische Standorte entfallen. Es trifft vor allem Angestellte und Mitarbeiter aus dem mittleren Management.
Auf die Umbenennung folgte der Schock: Am Dienstag wurde verkündet, dass die Pierer Mobility AG – Mutter des Innviertler Motorradherstellers – nun offiziell Bajaj Mobility AG heißt. Die Änderung des Namens sowie auch die Verlegung des Firmensitzes sind eine Folge der Mehrheitsübernahme der indischen Unternehmensgruppe Bajaj.
„Notwendige Neuausrichtung“
Am Abend gegen 21 Uhr dann die Hiobsbotschaft. Der Motorradhersteller kündigte einen massiven Mitarbeiterabbau an, über den schon seit Wochen spekuliert wurde. „Im Rahmen der notwendigen Neuausrichtung ist ein Personalabbau von rund 500 Beschäftigten, überwiegend in Angestelltenbereichen und im mittleren Management, unumgänglich. Weiters werden die erforderlichen Frühwarnmeldungen beim zuständigen AMS eingebracht“, heißt es in einer Aussendung. Der Stand der Mitarbeiter zum Jahresende betrugt übrigens 3794.
So soll Zukunft gesichert werden
„Dieser Stellenabbau ist eine schwierige, aber notwendige Entscheidung, um unsere Kosten zu senken, Strukturen zu verschlanken und das Unternehmen damit langfristig stabil aufzustellen“, so CEO Gottfried Neumeister. „Wir reduzieren in allen Bereichen an Komplexität – z.B. bei unserer Modellpalette, in der IT und auch in der Organisation unserer Abteilungen, insbesondere durch die Herausnahme einer Führungsebene.“
Arbeitsstiftung für Betroffene
Für die Betroffenen steht eine Arbeitsstiftung von Land und Arbeitsmarktservice bereit. Teilnehmer können sich darin weiterbilden, um danach wieder in den Jobmarkt einsteigen zu können, und erhalten währenddessen eine finanzielle Unterstützung. In der im Zuge der Insolvenz von KTM eingerichteten Stiftung „stehen von den ursprünglich 400 Plätzen noch mehr als 300 zur Verfügung“, sagt Wirtschaftslandesrat Markus Achleitner (ÖVP).
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.