Über einen Wechsel an der Spitze der Bundes-SPÖ wird seit Tagen in der ganzen Republik sinniert – der Kärntner SP-Chef Daniel Fellner sichert Andreas Babler seine „volle Unterstützung“ zu, würde aber auch einen Gegenkandidaten begrüßen.
Ein „gewisses Vermarktungsproblem“ innerhalb der Partei sei bekannt, gab der Kärntner SP-Chef am Freitag zu: „Wir arbeiten viel und sprechen zu wenig darüber“, so Daniel Fellner beim Neujahrsempfang des Renner Institutes in Pörtschach am Wörthersee.
Das will er im neuen Jahr ändern – auch mit seiner „Mitten im Leben“-Tour. Er sagte der Politikverdrossenheit den Kampf an: „Menschen brauchen die Möglichkeit der Teilhabe, ihre Sorgen müssen ernst genommen werden“, so Fellner, der die Wichtigkeit der Demokratie unterstrich.
Fellner unterstützt „Bundesparteivorsitzenden“
Als Mitglied „einer Partei, die Demokratie im Namen trägt“, betonte er mit Blick nach Wien, dass ihn ein Gegenkandidat für Bundesparteichef Andreas Babler beim nächsten Parteitag freuen würde. Auch wenn „der Bundesparteivorsitzende meine volle Unterstützung genießt. Kritik, sofern ich welche habe, werde ich der betroffenen Person unter vier Augen kommunizieren.“
Momentan stelle sich die Frage eines Gegenkandidaten ohnehin nicht; Fellner habe zwar über Kern-Gerüchte gelesen, „von ihm persönlich aber nichts gehört“. Es gebe „viele Namen, die als potenzielle Parteivorsitzende geeignet wären“, so Fellner, der keine Gerüchte anheizen wolle. Trotzdem verkneift er sich eine Aussage nicht: „Christian Kern, Max Lercher, Hans Peter Doskozil, Max Mustermann – egal wer, ich werde mich nicht gegen eine Kandidatur stellen.“
Zur Erinnerung: Eine „Krone“-Umfrage bestätigte, dass die Roten – sollte Altkanzler Christian Kern die SPÖ wieder übernehmen – vor der Volkspartei liegen würden; sogar bei einem Comeback des ÖVP-Altkanzlers Sebastian Kurz. Vermeintliche Wahlsujets mit Kern sorgten in Folge bereits für Aufregung.
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