Übersiedlung fix

Haus der Geschichte kommt ins Museumsquartier

Innenpolitik
09.01.2026 11:41

Die Evaluierung ist abgeschlossen, der Kulturminister hat entschieden: Das Haus der Geschichte Österreich (hdgö) wird wie geplant von der Neuen Burg am Wiener Heldenplatz ins Museumsquartier übersiedeln.

„Der faktische Baubeginn steht allerdings noch unter Budgetvorbehalt. Eine zeitliche Streckung des Projektes ist daher möglich“, hieß es am Freitag in einer Aussendung. Geplant war bisher die Eröffnung am neuen Standort im Herbst 2028. „Die Planungen sind weit gediehen, die Entwurfsplanung ist abgeschlossen. Die derzeit in Vorbereitung befindliche Baugenehmigung hat eine Gültigkeit von vier Jahren und bietet damit reichlich Zeit für inhaltliche Überlegungen – etwa im Kontext aktueller gesellschaftlicher Herausforderungen wie beispielsweise des besorgniserregenden Anstiegs von Antisemitismus und der Verbreitung autoritären Gedankenguts“, hieß es weiter.

Das Haus der Geschichte ist das erste Zeitgeschichte-Museum des Bundes.
Das Haus der Geschichte ist das erste Zeitgeschichte-Museum des Bundes.(Bild: APA/GEORG HOCHMUTH)

Pläne für eigenes Holocaust-Museum
Für Babler bietet der neue Standort mit rund 3000 „auch die Möglichkeit, sich intensiv dem düstersten Kapitel der österreichischen Zeitgeschichte zu widmen, der Shoah“. Der Holocaust sei „Teil der Geschichte Österreichs und damit auch im Kontext eines mittelfristig eigenständigen Bundesmuseums Haus der Geschichte Österreich zu denken“. Zuletzt war auch die Schaffung eines eigenen Holocaust-Museums diskutiert worden.

Trotz des geplanten Umzugs des hdgö soll der Altan der Neuen Burg, im Volksmund „Führer-Balkon“ genannt, künftig ein „Ort für die demokratiepolitische Bildung werden“, so Babler.

Projektkosten werden auf 39,29 Mio. Euro geschätzt
Im Ministerratsvortrag vom November 2023 seien die Gesamtkosten des Projekts auf 39,29 Mio. Euro geschätzt worden, hieß es. „Die Kosten bis zur Baugenehmigung belaufen sich auf rund 2,5 Mio. Euro seitens des Museumsquartiers, dazu kommen Personal- und Infrastrukturkosten und externe Dienstleistungen in Höhe von rund 0,9 Mio. Euro auf Seiten der ÖNB.“ Das derzeit in den Verband der Österreichischen Nationalbibliothek eingegliederte hdgö soll laut Regierungsprogramm ein eigenständiges Bundesmuseum werden.

Die Planung des neuen Museums übernimmt das Berliner Architekturbüro O&O Baukunstals, das im September 2024 als Gewinner einer Ausschreibung präsentiert wurde.

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