Die Verletzung von Magdalena Egger traf die Truppe der Alpin-Damen schwerer als das schwere Debakel in der Abfahrt von Zauchensee – lässt Österreich bei den Olympischen Spielen nun Startplätze frei?
Der Countdown läuft. In 13 Tagen muss Österreichs Alpin-Team für die Olympischen Spiele in Mailand/Turin dem IOC bekannt gegeben werden.
In 14 Tagen werden die Namen der Athleten und Athletinnen der Öffentlichkeit bekannt gegeben, die für die Alpenrepublik um Gold kämpfen sollen. Und nach dem momentanen Stand der Dinge werden es aus Österreich zehn alpine Männer und elf Frauen sein. Was nichts mit den Intensionen des heimischen Skiverbandes zu tun hat und auch kein Affront der FIS ist, sondern mit den Quali-Richtlinien des Internationalen Olympischen Komitees zusammenhängt.
Mitter deutete eventuellen Verzicht an
Womit auf Alpin-Chef Christian Mitter und die beiden Cheftrainer Roland Assinger und Marko Pfeifer eine komplizierte Nominierung wartet. In Zeiten des Spezialisierung braucht’s Fahrer und Fahrerinnen mit Mehrfach-Einsatz-Möglichkeiten. Und Mitter deutet an, dass in seinen Überlegungen „Österreich vielleicht nicht in allen Alpin-Bewerben mit vier Aktiven an Start gehen wird.“
Wobei für die rot-weiß-roten Ski-Damen das neue Kalenderjahr mit zwei argen Tiefschlägen begonnen hat. Mit dem Schienbeinkopfbruch beim Training von Katharina Liensberger und dem Kreuzbandriss von Magdalena Egger bei der Abfahrt von Zauchensee (Sonntag in Innsbruck operiert) gingen zwei Olympia-Fixstarterinnen und Medaillen-Hoffnungen in nur acht Tagen verloren. „Das ist enorm bitter“, knurrte ÖSV-General Christian Scherer. Und Mitter nickte.
Bisher nur Truppe fix bei Olympia-Slalom
Bei den Herren stehen bis Quali-Schluss noch sechs Rennen (2 x Abfahrt, 2 x Super-G, 2 x Slalom) auf dem Programm. Und auch auf die Frauen wartet noch ein halbes Dutzend Bewerbe: Eine Abfahrt, ein Super-G, zwei Riesentorläufe und zwei Slaloms – beginnend Dienstag mit dem berühmten Nacht-Event von Flachau (17.45 und 20.45).
Katharina Truppe ist bislang die einzige Ski-Austria-Athletin, die für den letzten Alpin-Bewerb bei Olympia 2026 den Startplatz fix hat. „Sie hat sich sehr gut mit stabilen Leistungen präsentiert“, lobte auch Chef Assinger seine Topfahrerin. Nachsatz: „Ich würde mir aber wünschen, wenn sich die eine oder andere den Top-10 nähern würde.“ Ja, da sind noch drei Last-Minute-Olympia-Tickets zu haben.
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