Der Beginn des Neuen Jahres hat mich nicht zuversichtlich gestimmt. Das kann noch was werden, wenn es weltpolitisch schon so turbulent losgeht.
Eine Kollegin empfand offensichtlich ähnlich: „Der eine Krieg ist noch nicht einmal beendet, droht vielleicht schon der nächste. Aber wir können eh nichts tun, außer weitermachen wie bisher.“ Also habe ich die Rechenschachteln mit den Würfeln wieder aus dem Kasten geholt. Die Freude der Erstklässler war groß: „Endlich können wir wieder etwas bauen!“ In der Pause kam es allerdings zu Streitereien. Eine hätte durchaus in einem Kampf enden können. Die beiden Buben krachen häufiger aneinander und haben sich schließlich zwei Wochen nicht getroffen. Man macht eben dort weiter, wo man aufgehört hat. Vor einigen Wochen mündete ihr Streit in einer Rauferei.
Diesmal ließen sich die beiden „Kampfhähne“ allerdings beruhigen. Sie gingen sich sogar für den Rest der Woche aus dem Weg. Vielleicht, weil sie nicht wollten, dass wir ihre Eltern noch einmal vorladen. Vielleicht aber haben sie ihre Wut endlich besser im Griff.
Wie auch immer: Ich empfand es als Erfolg und war ziemlich zufrieden. Wenn ich schon auf die Weltpolitik keinen positiven Einfluss nehmen kann, dann doch zumindest auf meine Schüler. Ganz ohne Ironie möchte ich hier festhalten: Dass Kinder gelernt haben, Auseinandersetzungen nicht mit Fäusten zu regeln, gehört zu den schönsten Momenten in meinem Schulalltag.
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