Gespräch zu Waffenruhe

Macron: „Werde Kontakt mit Putin wiederaufnehmen“

Außenpolitik
07.01.2026 12:09

Mit Tausenden Soldaten auf ukrainischem Boden will Frankreich nach einem Waffenstillstand die Sicherheit der Ukraine garantieren. Ob die Waffen tatsächlich ruhen, hängt in erster Linie von Wladimir Putin ab. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron plant daher, den Kontakt zum russischen Machthaber wieder aufzunehmen.

Gefragt nach einem möglichen Treffen mit Putin erklärte Macron am Rande des Gipfels in Paris, der am Mittwoch weitergeht: „Ich treffe derzeit Vorkehrungen, um in den nächsten Wochen den Kontakt wiederaufzunehmen“ (siehe Video unten). Konkreter wurde er nicht.

„Frieden darf nicht Kapitulation bedeuten“
Zuletzt hatten die beiden Präsidenten im Juli 2025 telefoniert, davor herrschte fast drei Jahre lang Funkstille. Wie damals will Macron auch jetzt den Kremlchef zu einem Waffenstillstand bewegen. Sein Ziel sei ein Friedensschluss, der dürfe aber nicht die Kapitulation der Ukraine bedeuten, betonte der französische Staatschef.

Für den Fall, dass es tatsächlich einen Waffenstillstand zwischen Russland und der Ukraine gibt, hat die „Koalition der Willigen“ bei ihrem Gipfel in Paris am Dienstag konkrete Schritte gesetzt und eine gemeinsame Erklärung unterschrieben. Der Ukraine soll rechtlich verbindlich zugesichert werden, sie im Fall eines erneuten russischen Angriffs nicht allein zu lassen. Die Unterstützung soll dabei auch explizit den Einsatz von Kampftruppen umfassen.

Kiew zuversichtlich
Der neue ukrainische Präsidialamtschef Kyrylo Budanow lobte am zweiten Tag der Pariser Gespräche die ersten Zusagen und stellte weitere Ergebnisse in Aussicht. „Nicht alle Informationen können öffentlich gemacht werden, aber es gibt bereits konkrete Ergebnisse, und unsere Arbeit geht weiter“, teilt der Berater von Präsident Wolodymyr Selenskyj über Telegram mit. Die nationalen Interessen der Ukraine würden verteidigt.

Hilfe nach Waffenstillstand versprochen
Neben Frankreich will auch Großbritannien Truppen in der Ukraine stationieren und dort militärische Drehscheiben und geschützte Anlagen für Waffen und militärische Ausrüstung errichten. Italien will dagegen keine Soldaten entsenden, Deutschland nur in NATO-Nachbarländer der Ukraine. Belgien versprach in Paris Luft- und Seeunterstützung für Kiew, Schweden ist bereit, Gripen-Kampfjets und Ausrüstung zur Entminung des Schwarzen Meeres zu entsenden, sobald ein Abkommen mit Russland steht.

Alle Zusagen nützen aber nichts, wenn Russland kein Interesse an einem Waffenstillstand hat. In der Vergangenheit zeigte sich: Solange Putins Truppen am Schlachtfeld erfolgreich sind, läuft es den Zielen des Kremls zuwider, einer Waffenruhe zuzustimmen.

Moskau jetzt empfänglicher für Deal?
Aus US-Verhandlungskreisen wird jetzt aber berichtet, dass Moskau sich hinter verschlossenen Türen offener für einen Deal zeigt als in der Öffentlichkeit. Grund dafür könnten die negativen Folgen des Krieges für die russische Wirtschaft sowie die großen Verluste an der Front sein. Nach Angaben des ukrainischen Generalstabs verlor Russland alleine im Dezember mehr als 33.000 Männer – so viele, wie Moskau in einem Monat neu rekrutiert.

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