Die Gefahr ist noch nicht gebannt: In Vorarlberg ist in der Vorwoche erneut ein Wildvogel positiv auf die Geflügelpest getestet worden – es ist bereits der dritte Vogelgrippefall in diesem Winter. Ein Ende der Stallpflicht für Geflügel ist somit nicht in Sicht.
Die gute Nachricht zuerst: Es besteht kein Grund zur Panik. Denn im Gegensatz zu früheren Jahren sind in diesem Winter in Vorarlberg nicht massenhaft Vögel verendet. Im zweiten Halbjahr 2025 wurden insgesamt 221 Vögel untersucht, zwei davon wurden positiv auf Vogelgrippe getestet. Heuer sind bislang 25 tote Tiere untersucht worden, in einem Fall fiel das Ergebnis positiv aus.
Vorsicht ist besser als Nachsicht
Landesrat Christian Gantner (ÖVP) betont dennoch, dass ein Festhalten an der Stallpflicht sinnvoll sei. Letztlich sind entsprechende Verordnungen allerdings Sache des dafür zuständigen Bundesministeriums.
Keine Gefahr für Menschen
Für Menschen besteht übrigens keine Gefahr: Übertragungen sind zwar möglich, aber äußerst unwahrscheinlich – man müsste dazu schon direkten Kontakt mit einem infizierten Vogel haben. Und selbst bei einer Infektion ist das Risiko überschaubar, der Krankheitsverlauf entspricht in der Regel dem einer banalen Grippe. Wer tote oder auffällig kranke Tiere sieht, sollte diese nicht anfassen und unverzüglich der Behörde melden.
Risikogebiet Rheintal
Aktuell sind 14 Vorarlberger Gemeinden – Lochau, Bregenz, Hard, Fußach, Höchst, Gaißau, Hohenems, Lustenau, Altach, Feldkirch, Koblach, Mäder, Meiningen und Rankweil – als „Gebiete mit stark erhöhtem Risiko“ deklariert. Das heißt, es gilt eine Stallpflicht für Geflügel. Sollte dies aus baulichen Gründen nicht möglich sein, so sind in Betrieben unter 50 Tieren zumindest die vorgegebenen Maßnahmen für „Gebiete mit erhöhtem Risiko“ einzuhalten. Das heißt unter anderem, dass Enten und Gänse von anderen Vögeln getrennt zu halten sind, zudem muss das Geflügel bestmöglich vor dem Kontakt mit Wildvögeln geschützt werden: Die Fütterung sollte im Stall oder zumindest in einem Unterstand erfolgen, insbesondere gilt es dafür Sorge zu tragen, dass Wildvögel keinen Zugang zur Tränke haben. Ebenfalls wichtig ist die Hygiene: Bei Reinigung und Desinfektion ist besondere Akribie geboten!
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