Kinder müssen flüchten
Ukraine zieht Notbremse: Putins Truppen rücken vor
Die ukrainischen Behörden haben die Evakuierung von tausenden Kindern und deren Eltern aus Gebieten in den Regionen Saporischschja und Dnipropetrowsk angeordnet. Das spricht vor allem dafür, dass es Russland gelingt, immer weiter vorzurücken.
Wegen der „schwierigen Sicherheitslage“ sei beschlossen worden, mehr als 3000 Kinder sowie deren Eltern aus 44 Ortschaften in Sicherheit zu bringen, die an vorderster Front in den Regionen Saporischschja und Dnipropetrowsk liegen, erklärte Wiederaufbauminister Oleksij Kuleba am Freitag im Onlinedienst Telegram.
Putins Truppen rücken vor
Russische Soldaten waren in den vergangenen Monaten in beiden Gebieten vorgerückt. Nach Angaben des Ministers gab es bereits in den letzten Dezembertagen Evakuierungen in der Region Tschernihiw im Norden des Landes. Insgesamt seien seit Juni 150.000 Menschen aus Frontgebieten in sicherere Gebiete gebracht worden, erklärte Kuleba.
Die meisten Zwangsevakuierungen von Zivilisten hatte es in den vergangenen Jahren in der Region Donezk im Osten der Ukraine gegeben, wo ein Großteil der Kämpfe stattfand. Die russische Armee rückt aber auch in der Region Dnipropetrowsk vor, in die sie im Sommer 2025 eingedrungen war, und in die Region Saporischschja, wo die Front über lange Zeit eingefroren war.
In seinem Angriffskrieg in der Ukraine hat Russland laut einer Datenauswertung im vergangenen Jahr so große Geländegewinne erzielt wie zuletzt im ersten Kriegsjahr 2022. Die russische Armee eroberte im vergangenen Jahr mehr als 5600 Quadratkilometer Land, das heißt 0,94 Prozent des ukrainischen Territoriums, wie die Analyse der vom US-Institute for the Study of War (ISW) bereitgestellten Daten zeigt.
Das bedeutet größere Geländegewinne als in den beiden Vorjahren zusammengenommen, aber deutlich weniger als die mehr als 60.000 Quadratkilometer, die Russland im ersten Kriegsjahr eingenommen hatte. Ihren größten Vorstoß im Jahr 2025 konnte die russische Armee mit 701 Quadratkilometern im November verbuchen. Im Dezember brachte sie 244 Quadratkilometer in ihre Gewalt – der kleinste Geländegewinn seit März.
Im Ringen um ein Ende des Krieges in der Ukraine soll es laut Kiew am Dreikönigstag einen Gipfel in Paris geben. Kiew hoffe auf ein Treffen mit US-Präsident Donald Trump und europäischen Regierungschefs, so der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj vor dem Jahreswechsel.









Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.