Trotz der geopolitischen Wirren und der jüngsten Eskalation in Venezuela zeigt der Trend an den internationalen Märkten weitgehend nach oben. Der Deutsche Aktienindex (DAX) hat am Mittwoch sogar erstmals die Marke von 25.000 Punkten überschritten.
Nach seinem starken Auftakt in das Börsenjahr 2026 legte der deutsche Leitindex am vierten Handelstag des Jahres im frühen Handel um rund ein halbes Prozent auf 25.003,73 Punkte zu. Für dieses Kursfeuerwerk sorgen laut Experten mehrere Faktoren. Wegen der Infrastruktur- und Rüstungsmilliarden der deutschen Bundesregierung ist die Aussicht auf eine Belebung der deutschen Wirtschaft im neuen Jahr ein zentraler Kurstreiber. Auch die Saisonalität spricht für den DAX, denn der Jänner zählt für gewöhnlich zu den stärkeren Börsenmonaten.
Zudem sorgte der Angriff der USA auf Venezuela und die Gefangennahme von Staatschef Nicolas Maduro durch US-Elitetruppen nicht für Verunsicherung. Die Kursbewegungen an den Börsen sind eher von Hoffnung auf sinkende Ölpreise geprägt. Billigeres Öl ist gut für die Weltwirtschaft, könnten den Inflationsdruck mindern und weitere Zinssenkungen durch Notenbanken bedeuten.
„Neujahrs-Rally“ ist in vollem Gange
Marktanalyst Jochen Stanzl von der Consorsbank nennt drei Gründe für den DAX-Anstieg: erstens die Erleichterung darüber, dass es wegen der US-Attacke auf Venezuela nicht zu einem militärischen Konflikt gekommen ist, zweitens die Aussicht auf mittelfristig sinkende Ölpreise und drittens eine neue Lust der Anleger auf Aktien außerhalb der USA. Die „Neujahrs-Rally“ im DAX sei in vollem Gange. Aus technischer Sicht hält Stanzl 25.300 Punkte für möglich.
Die Börsenstimmung ist derzeit insgesamt ausgesprochen freundlich. In Europa nimmt das Eurozonen-Leitbarometer Euro-Stoxx-50 allmählich Kurs auf die Marke von 6000 Zählern. Rückenwind kommt aber auch von der Wall Street, wo der Leitindex Dow Jones Industrial inzwischen auf die Marke von 50.000 Punkten zusteuert.
Wiener Börse mit Rekordgewinnserie
Die Wiener Börse präsentierte sich am Mittwoch im Frühhandel mit leichterer Tendenz. Der ATX kam um 0,19 Prozent auf 5.405,11 Einheiten zurück, nachdem der heimische Leitindex zuvor eine Rekordgewinnserie von zwölf Plustagen in Folge absolviert hatte.
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