Iran-USA-Krieg

Abbas Araqchi dementiert Kontakt zu Steve Witkoff

Außenpolitik
16.03.2026 22:17
Porträt von krone.at
Von krone.at

Ein US-Regierungsvertreter hat gesagt, dass der Sondergesandte Steve-Witkoff wieder direkten Kontakt zu Irans Außenminister Abbas Araqchi habe. Araqchi dementiert das jedoch. Die Behauptungen seien darauf angelegt, den Ölmarkt und die Öffentlichkeit zu täuschen.

„Mein letzter Kontakt mit Herrn Witkoff fand statt, bevor sein Arbeitgeber (US-Präsident Donald Trump) beschloss, die diplomatischen Bemühungen durch einen weiteren illegalen Militärschlag gegen den Iran zunichtezumachen“, schrieb Irans Außenminister auf der Plattform X. Zuvor hatte ein US-Regierungsvertreter gesagt, dass Witkoff und Araqchi wieder Kontakt zueinander hätten. Araqchi habe Textnachrichten an Witkoff geschickt, in denen es um ein Ende des Krieges gehe. 

US-Präsident Donald Trump hatte wiederum gesagt, die USA wüssten nicht, wer im Iran derzeit eigentlich das Sagen habe. „Wir haben Leute, die verhandeln wollen. Wir haben keine Ahnung, wer sie sind“, hatte er bei einer Veranstaltung im Weißen Haus ausgeführt. Zudem sagte er, dass es unklar sei, ob das geistliche Oberhaupt des Irans, Mojtaba Khamenei, noch lebe oder nicht. Einige würden angeben, dass Khamenei tot sei, andere von schweren Verletzungen sprechen.

Irans Außenminister Abbas Araqchi
Irans Außenminister Abbas Araqchi(Bild: AFP/FABRICE COFFRINI / AFP)

Trump: „Mehr als 7000 Ziele angegriffen“
Die Vereinigten Staaten hätten seit Kriegsbeginn Ende Februar mehr als 7000 Ziele in der Islamischen Republik angegriffen, sagte Trump jetzt. Er kündigte zugleich an, den Militäreinsatz „mit voller Kraft“ fortzusetzen. Der iranische Generalsekretär des Obersten Nationalen Sicherheitsrats, Ali Larijani, sagte ebenfalls, dass Teheran seinen Widerstand gegen Israel und die USA fortsetzen wolle. Er bezeichnete die beiden Länder in einem Schreiben als „großen und kleinen Satan“. Darin kritisierte er außerdem eine fehlende Solidarität aus anderen islamischen Ländern. Abgesehen von wenigen Ausnahmen auf politischer Ebene sei kein Staat zu Hilfe gekommen.

Für Araqchi begünstigen Nachbarstaaten, die US-Streitkräfte beherbergten und Angriffe auf den Iran zuließen, auch aktiv die Tötung von Iranerinnen und Iranern. Hunderte Zivilpersonen, darunter mehr als 200 Kinder, seien bei US-israelischen Angriffen getötet worden. Diese Haltung sollte umgehend geklärt werden, schrieb er in einem Beitrag auf der Plattform X. Die iranischen Revolutionsgarden drohten unterdessen, US-Firmen in der Region anzugreifen. Die iranische Nachrichtenagentur Tasnim hatte in der vergangenen Woche eine Liste mit möglichen Zielen des Iran im Onlinedienst Telegram veröffentlicht. Dazu zählten die Büros von Tech-Giganten wie Amazon, Google, Microsoft und Nvidia in Golfstaaten.

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