Arbeiterkammer warnt

Die künstliche Intelligenz hat nicht immer recht

Burgenland
05.01.2026 06:00

In juristischen Belangen kann bedingungsloses Vertrauen in die KI zu ungültigen Verträgen oder gar finanziellen Nachteilen führen.

Künstliche Intelligenz ist längst nicht mehr aus dem Alltag wegzudenken. Kein Wunder, denn Chatbots wirken verlockend einfach: Mit nur wenigen Handgriffen lassen sich ganze Texte, Übersetzungen oder Konzepte erstellen – doch der richtige Umgang mit ihnen will gelernt sein.

Besonders bei rechtlichen Fragen ist es heutzutage einfacher denn je, sich mithilfe von KI einen ersten Überblick zu verschaffen. Für Laien kann es durchaus hilfreich sein, sich auf diesem Weg vorab zu orientieren und grundlegende Informationen einzuholen. Doch hier ist Vorsicht geboten.

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Künstliche Intelligenz zieht ihre Daten oft aus dem deutschen Recht – dieses darf man keinesfalls auf das österreichische umlegen.

Mario Popovits, AK-Arbeitsrechtsexperte

Viele Nutzer erkennen nicht, dass KI keine Fakten überprüft, sondern Inhalte lediglich auf Basis von Wahrscheinlichkeiten generiert. „Vor allem in rechtlichen Belangen zieht die künstliche Intelligenz ihre Daten oft aus dem deutschen Recht – dieses darf man keinesfalls auf das österreichische umlegen. Nachfolgend kann es zu Fehlinformationen oder gar rechtlich problematischen Aussagen führen“, warnt Arbeitsrechtsexperte Mario Popovits von der Arbeiterkammer Burgenland. Zudem bestehe das nicht zu unterschätzende Risiko, dass sensible Daten bei der Eingabe in KI-Systeme ungewollt weitergegeben oder gespeichert werden. „Auch das kann nachhaltig schädigende Auswirkungen nach sich ziehen.“

Teure Gratis-Ratschläge
Wer Auskünfte von Chatbots ohne eingehende Überprüfung übernimmt, riskiert ernste Folgen – schließlich können falsche Informationen zu ungültigen Verträgen, verpassten Fristen oder gar finanziellen Nachteilen führen. Irreführende Ratschläge können also schnell teuer werden. „Rechtliche Beurteilungen gehören nach wie vor in die Hände von ausgewiesenen Experten – eine Beratung in Bereichen wie Sozial-, Arbeits- oder Insolvenzrecht sowie Konsumentenschutz durch die Arbeiterkammer bietet Sicherheit und Verlässlichkeit“, so Popovits.

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