Nachwuchs gesucht

Die Jugend gibt bei Bundesheer den Ton an

Burgenland
26.02.2026 14:00
Porträt von Burgenland-Krone
Von Burgenland-Krone

Eindrucksvoller Klang, eiserne Disziplin und große Emotionen – die Militärmusik sucht Nachwuchs, der zu Höherem berufen ist.

Wenn sich der Taktstock hebt und 46 Musiker gemeinsam mit dem ersten klangvollen Ton den Raum erfüllen, dann sind alle Augen nur auf einen gerichtet: Oberst Johann Kausz, Kapellmeister der Militärmusik Burgenland. Der Dirigent aus Oberpullendorf setzt auf ein kreatives Wechselspiel zwischen Disziplin und Leidenschaft. Das Orchester steht hochbegabten Nachwuchshoffnungen weit offen. Zehn Musiker in den Reihen des Militärs zeigen mit Begeisterung vor, wie sich künstlerische Ausbildung und Berufsalltag erfolgreich verbinden lassen.

„Innovatives Modell“
Parallel zu ihrem Vollstudium an der Joseph-Haydn-Privathochschule in Eisenstadt beweisen sie ihr Können bereits im professionellen Einsatz. Warum ist die Militärmusik eine einmalige Chance für junge Talente? „Unser innovatives Modell schafft eine Balance zwischen praxisnaher Erfahrung und akademischer Weiterbildung. Musikalischer Karriere und Studium steht nichts im Wege. So können Talente gefördert werden, was in der üblichen Praxis gar nicht so selbstverständlich ist“, hebt der Kapellmeister hervor.

Vom Vorspielabend an das Dirigentenpult
Mit Freude erinnert sich Oberst Johann Kausz an seine Anfänge zurück. „Mein allererster Auftritt war ein Vorspielabend in der Musikschule“, erzählt der Offizier. Damals stand nur das Instrument im Fokus und noch gar nicht das Dirigentenpult.

Erst als Wehrpflichtiger bei der Militärmusik Burgenland reifte der Gedanke, selbst einmal Kapellmeister zu werden. Heute prägt der Oberst einen Klangkörper, der musikalische Qualität, Tradition und Gemeinschaft vereint: „Was mich nach all den Jahren noch immer fasziniert, ist diese besondere Energie, die Musiker in großer Zahl ausstrahlen, wenn sie mit höchster Präzision gemeinsam musizieren.“

Die imposante Bilanz spricht für sich, denn mit durchschnittlich 125 Konzerten pro Jahr und mehr als 8500 Auftritten seit dem Bestehen seien die viel beschäftigten Musiker unschlagbar, wird das Ensemble von allen Seiten sehr gelobt. Von Prag über Budapest bis nach Rom tritt das Orchester sowohl bei militärischen Feiern und Staatsempfängen als auch bei Landesfestivitäten auf. „Das facettenreiche Repertoire reicht von klassischer Bläserliteratur über sinfonische Werke bis zu moderner Unterhaltungsmusik“, betont Johann Kausz. Genau diese stilistische Bandbreite halte die Arbeit lebendig.

Konzerte vor Kulissen voller Ausstrahlungskraft 
Der nächste musikalische Höhepunkt folgt schon am 12. März in der römisch-katholischen Pfarrkirche in Oberpullendorf. Unter dem Leitmotiv „Der Leidensweg Christi“ erwartet das Publikum ein emotionales Gesamterlebnis. Darauf folgt am 27. März das große Frühlingskonzert im beeindruckenden Ambiente des Haydnsaals im Schloss Esterházy.

„Musikalische Aura“
„Dieser Saal ist mehr als ein Konzertort, er besitzt musikalische Aura, die ihresgleichen sucht“, hält Johann Kausz mit größtem Respekt fest. Eng verbunden mit Joseph Haydn, gilt die Kulisse als einer der klangschönsten Säle Österreichs. Das Programm spannt einen weiten Bogen, von der „Celebration Fanfare“ über Webers „Freischütz“-Ouvertüre, Walzer von Strauss und Waldteufel bis zur „Rhapsody in Blue“.

Und wo sieht Oberst Johann Kausz „seine“ Militärmusik in zehn Jahren? „Auf einem weiteren Höhepunkt der Entwicklung, die Fleiß und viel Arbeit erfordert: modern, künstlerisch stark und gesellschaftlich fest verankert, traditionsbewusst und gleichzeitig zukunftsorientiert.“ Crossover-Projekte, innovative Formate und intensive Nachwuchsförderung sollen das Ensemble noch mehr prägen.

Das Ensemble und sein Taktgeber voll im Einklang
Der große Wunsch des Kapellmeisters: motivierte junge Musiker und Musikerinnen, Wertschätzung und Erhalt des besonderen Teamgeists. Mit Oberst Johann Kausz steht ein Dirigent am Pult, der nicht nur das Tempo vorgibt, sein Herz und jenes des Orchesters schlagen auch im gleichen Takt – militärisch präzise und zugleich zutiefst musikalisch beseelt. Vanessa Wittmann

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